BlackCam Pro - B&W Camera
- 164.00
- 4,2
- Installationen
- 100.00K
- Version
- 1.73
Screenshots
Wer Schwarzweißfotos nicht erst nachträglich aus Farbbildern herausarbeiten möchte, findet in BlackCam Pro einen angenehm direkten Ansatz. Die App gehört zur Fotografie-Kategorie und konzentriert sich ganz auf Aufnahmen mit monochromer Wirkung. Ich mag diese klare Ausrichtung, weil sie mich beim Fotografieren nicht mit einer großen Sammlung an Funktionen ablenkt. Stattdessen sehe ich die Szene von Anfang an in Schwarzweiß und kann dadurch stärker auf Licht, Schatten, Formen und Kontraste achten.
BlackCam Pro stammt von XnView und kostet 0,89 €. Das ist ein kleiner Einstiegspreis für eine App, die ein sehr bestimmtes Bedürfnis erfüllt: Schwarzweißbilder schon während der Aufnahme beurteilen zu können. Sie ist keine umfassende Bildbearbeitung und will auch keine komplette Kamera-Suite ersetzen. Gerade diese Begrenzung ist ihre größte Stärke, kann aber für Nutzer, die viele kreative Werkzeuge erwarten, ebenso schnell zur Schwäche werden.
Wie sich die App im Alltag schlägt
Schneller Blick statt langer Bearbeitung
Beim ersten Einsatz fällt vor allem die unmittelbare Arbeitsweise auf. Ich öffne die Kamera, richte das Motiv aus und bekomme direkt einen Eindruck davon, ob die Szene in Schwarzweiß funktioniert. Das spart einen typischen Umweg: erst fotografieren, später in einer anderen App umwandeln und dann feststellen, dass die Kontraste nicht überzeugend aussehen.
Für spontane Motive ist das besonders praktisch. Eine alte Hausfassade, ein Fahrrad im Gegenlicht oder ein Gesicht an einem Fenster wirken in Farbe oft ganz anders als in einer monochromen Darstellung. Wenn ich die Wirkung schon vor dem Auslösen sehe, treffe ich die Bildentscheidung bewusster. Die App eignet sich deshalb weniger als allgemeine Kamera für jede Situation, sondern eher als spezielles Werkzeug, das ich dann öffne, wenn Schwarzweiß der eigentliche Plan ist.
Die gefühlte Geschwindigkeit hängt dabei nicht nur von der App selbst ab. Kamerawechsel, Bildverarbeitung und das Speichern werden auch vom jeweiligen Smartphone beeinflusst. Auf einem Gerät mit Android 6.0 oder neuer ist die technische Grundlage vorhanden, die App überhaupt zu installieren. Bei älteren oder sehr einfachen Geräten würde ich trotzdem keine identische Reaktionsfreude erwarten wie auf einem aktuellen Telefon. Für normale Einzelaufnahmen sehe ich den Vorteil aber klar auf der Seite des schlanken Konzepts: Es gibt weniger Ablenkung zwischen Motiv und Auslösen.
Ein nützlicher Arbeitsablauf besteht darin, nicht sofort jedes Motiv zu fotografieren, sondern zuerst die hellsten und dunkelsten Bereiche zu suchen. In Schwarzweiß fehlen Farbtöne als Orientierung. Ein rotes und ein grünes Objekt können ohne ausreichenden Helligkeitsunterschied ähnlich wirken. Ich verschiebe mich deshalb lieber ein paar Schritte, bis Licht und Konturen stärker voneinander getrennt sind. Diese Art der Bildkontrolle ist ein echter Mehrwert gegenüber der üblichen Kamera-App, die mir zunächst nur ein Farbbild zeigt.
Was bei längeren Fotoserien wichtig wird
Bei einer kurzen Fotoserie, etwa auf einem Spaziergang, spielt die reduzierte Ausrichtung ihre Vorteile aus. Ich kann mich auf Motive konzentrieren, die von Struktur leben: nasse Straßen, Treppen, Schatten an Gebäuden oder Gegenstände mit klaren Kanten. Die App fühlt sich in solchen Situationen wie ein Notizbuch für visuelle Ideen an. Sie zwingt mich nicht, jedes Bild später noch einmal durch einen Bearbeitungsprozess zu schicken.
Bei längerer Nutzung sollte man allerdings realistisch bleiben. Jede Kamera-App beansprucht den Bildschirm und die Kamera-Hardware, und viele Aufnahmen hintereinander können auf älteren Geräten weniger angenehm werden. Das betrifft nicht zwingend die Stabilität der Anwendung, sondern auch Wärmeentwicklung, Akkunutzung und die allgemeine Reaktionsfähigkeit des Smartphones. Ich würde BlackCam Pro daher für geplante Fototouren nutzen, aber nicht automatisch als einzige Kamera-App für einen ganzen Tag mit vielen Aufnahmen einplanen.
Gerade bei Serien lohnt es sich, zwischendurch kurz zu prüfen, ob die Bilder tatsächlich gespeichert wurden und ob noch genügend Speicherplatz vorhanden ist. Das ist kein spezielles Versprechen der App, sondern eine vernünftige Gewohnheit bei jeder mobilen Kamera. Wer wichtige Momente fotografiert, sollte sich nicht ausschließlich auf eine einzelne Anwendung verlassen. Für unwiederholbare Situationen würde ich zusätzlich die normale Kamera des Telefons bereithalten, besonders wenn Farbe später doch noch wichtig sein könnte.
Ein weniger offensichtlicher Vorteil der direkten Schwarzweißansicht zeigt sich bei der Motivsuche. Man erkennt schneller, ob ein Bild durch seine Form funktioniert oder nur wegen auffälliger Farben interessant wirkt. Das hilft mir, beim Fotografieren bewusster zu werden. Gleichzeitig ist genau das ein Trade-off: Wenn eine Szene von subtilen Farbübergängen lebt, nimmt mir die monochrome Darstellung einen Teil der Information. In diesem Fall ist die Standardkamera die bessere Wahl.
Stabilität und Umgang mit kleinen Problemen
Für eine Kamera-App ist Zuverlässigkeit wichtiger als eine lange Funktionsliste. Wenn ich einen Moment fotografieren möchte, darf die Bedienung nicht unnötig kompliziert sein. BlackCam Pro profitiert von der klaren Aufgabe: Schwarzweiß aufnehmen, Motiv beurteilen und Bild sichern. Weniger Menüs bedeuten im Alltag meist auch weniger Stellen, an denen ich mich verirren kann.
Trotzdem sollte man die App nicht mit einer professionellen Kameraausrüstung verwechseln. Ein Smartphone kann bei schwierigen Lichtverhältnissen, schnellen Bewegungen oder starkem Gegenlicht an Grenzen kommen, unabhängig davon, welche Kamera-App verwendet wird. Wenn ein Bild zu dunkel, verwackelt oder kontrastarm ausfällt, wird eine Schwarzweißansicht das Grundproblem nicht automatisch lösen. Ich sehe die App deshalb eher als bewusste Aufnahmemethode und nicht als technische Verbesserung der Smartphone-Kamera.
Falls eine Aufnahme einmal nicht so ausfällt wie erwartet, würde ich zuerst die Szene und nicht sofort die App verdächtigen. Schwarzweiß verzeiht manche Fehler weniger als Farbe. Ein unauffälliger Hintergrund kann plötzlich störend wirken, und eine helle Fläche kann zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Ein kleiner Positionswechsel oder eine andere Blickrichtung bringt oft mehr als wiederholtes Auslösen an derselben Stelle.
Für den Alltag bedeutet das: BlackCam Pro ist dann zuverlässig, wenn ich sie für ihre eigentliche Aufgabe einsetze und die Grenzen mobiler Fotografie berücksichtige. Ich würde vor wichtigen Aufnahmen außerdem kurz kontrollieren, ob die Kamera zugänglich ist und ob das Telefon nicht bereits durch andere Aufgaben stark ausgelastet ist. Solche Vorsichtsmaßnahmen sind besonders auf älteren Geräten sinnvoll.
Welche Geräte und Nutzer besonders gut passen
Die App läuft ab Android 6.0 und ist damit auch für Geräte interessant, die nicht zur neuesten Generation gehören. Das Mindestbetriebssystem allein sagt jedoch nicht, wie angenehm die Nutzung auf jedem einzelnen Telefon ist. Kameraqualität, Arbeitsspeicher, Display und Speicherplatz beeinflussen das Ergebnis. Auf einem älteren Gerät kann die App zwar grundsätzlich passen, während die Kamera selbst bei wenig Licht oder schnellen Motiven deutlich schwächer arbeitet.
Wer ein kleines oder technisch einfaches Smartphone besitzt, sollte deshalb vor allem die eigenen Erwartungen prüfen. Für Architektur, Stillleben und ruhige Straßenszenen kann BlackCam Pro trotzdem sinnvoll sein. Für Sport, Kinder in Bewegung oder spontane Nachtaufnahmen würde ich eher die vorinstallierte Kamera bevorzugen, falls sie in diesen Situationen schneller reagiert oder besser mit der Hardware abgestimmt ist.
Auch der Bildschirm spielt eine Rolle. Schwarzweißbilder leben von feinen Abstufungen zwischen Hell und Dunkel. Auf einem sehr kleinen oder schwach dargestellten Display kann es schwieriger sein, Details in Schatten zu beurteilen. Ich würde bei kritischen Motiven nicht nur auf die Vorschau vertrauen, sondern später die gespeicherte Aufnahme noch einmal in Ruhe ansehen. Das ist besonders wichtig, wenn das Foto für einen Ausdruck oder eine größere Darstellung gedacht ist.
Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 0 Jahren. Das macht die App grundsätzlich unkompliziert für Familiengeräte und junge Nutzer, wobei fotografische Verantwortung natürlich weiterhin bei den Erwachsenen liegt. Die Anwendung selbst richtet sich meiner Einschätzung nach nicht speziell an Kinder, sondern an alle, die mit dem Stil experimentieren möchten. Anfänger können sofort loslegen, während erfahrene Fotografen den reduzierten Ablauf als bewusste Einschränkung nutzen können.
Konkrete Situationen, in denen sie überzeugt
Ein realistisches Beispiel ist ein grauer Wintermorgen in der Stadt. Die Farben wirken flach, aber die langen Schatten von Laternen, Häusern und parkenden Fahrrädern erzeugen interessante Linien. Mit der üblichen Kamera würde ich vielleicht ein Farbfoto aufnehmen und erst später entscheiden, ob eine Umwandlung lohnt. Mit BlackCam Pro kann ich bereits am Ort erkennen, ob die Komposition durch die Schatten trägt. Wenn nicht, verändere ich meinen Standpunkt sofort.
Auch für kleine Fotoprojekte ist die App gut geeignet. Wer eine Serie über Türen, Fenster, Hände oder Arbeitsplätze erstellen möchte, erhält durch die monochrome Darstellung eine einheitliche visuelle Richtung. Der eigentliche Gewinn liegt dabei nicht in spektakulären Effekten, sondern in der Konsequenz: Alle Motive werden unter ähnlichen Bedingungen betrachtet. Das hilft, eine Serie zusammenhängender wirken zu lassen, selbst wenn die Orte unterschiedlich sind.
Ein weiterer guter Einsatzbereich sind Motive mit starken Texturen. Holz, Beton, Stoff, rostiges Metall oder eine raue Mauer können in Schwarzweiß viel ausdrucksstärker erscheinen als in einer farblich unruhigen Aufnahme. Ich achte dabei auf seitliches Licht, weil es Unebenheiten hervorhebt. Bei flacher Beleuchtung kann dasselbe Motiv dagegen langweilig wirken. Die App macht diese Unterschiede schnell sichtbar und unterstützt dadurch eher das fotografische Sehen als bloß das Auslösen.
Weniger geeignet ist sie für Urlaubsfotos, bei denen Farben die Erinnerung tragen: ein Markt, ein Sonnenuntergang, farbige Kleidung oder Landschaften mit klaren Farbkontrasten. Solche Bilder würde ich zunächst mit der normalen Kamera aufnehmen. BlackCam Pro ist eine bewusste Stilentscheidung, keine universelle Lösung für jede Aufnahme.
Vergleich mit der normalen Kamera und Bearbeitungs-Apps
Die Standardkamera des Smartphones bleibt die bessere Wahl, wenn ich maximale Flexibilität brauche. Sie ist meist bereits eingerichtet, kennt die Besonderheiten der jeweiligen Kamera-Hardware und eignet sich für Farbe, Video und spontane Schnappschüsse. BlackCam Pro punktet dort, wo ich nicht erst nachträglich entscheiden möchte, ob ein Bild monochrom funktioniert.
Eine klassische Bearbeitungs-App bietet normalerweise mehr Kontrolle nach der Aufnahme. Dort kann ich ein Farbfoto später umwandeln und verschiedene Varianten ausprobieren. Das ist überlegen, wenn ich die Originalfarbe behalten, mehrere Schwarzweiß-Interpretationen vergleichen oder die Bearbeitung sehr genau steuern möchte. Der Nachteil ist der zusätzliche Aufwand. Ich muss zuerst fotografieren, danach sortieren und anschließend bearbeiten. BlackCam Pro verschiebt diese Entscheidung an den Anfang des Prozesses.
Das verändert auch die Art, wie ich fotografiere. Bei einer nachträglichen Umwandlung sammle ich oft viele Bilder und hoffe, dass einige davon funktionieren. Bei einer direkten Schwarzweißkamera wähle ich Motive bewusster aus. Das kann zu weniger Aufnahmen, aber zu einer klareren Serie führen. Wer gerne experimentiert und später alles korrigiert, wird die Begrenzung möglicherweise störend finden. Wer sich beim Fotografieren fokussieren möchte, bekommt dagegen einen angenehm konzentrierten Ablauf.
Für mich ist der wichtigste Unterschied daher nicht die Frage, welche App die meisten Werkzeuge besitzt. Entscheidend ist, ob ich vor oder nach dem Auslösen über den Stil entscheiden will. BlackCam Pro ist die passendere Lösung für den ersten Ansatz. Eine umfangreiche Bearbeitungs-App bleibt überlegen, wenn ich maximale nachträgliche Kontrolle brauche.
Version, Umfang und Erwartungen an die Nutzung
Die aktuelle Version ist 1.73. In Verbindung mit dem niedrigen Preis und dem klaren Schwerpunkt wirkt die App wie ein spezialisiertes Werkzeug, nicht wie ein ständig wachsendes Fotolabor. Ich würde sie deshalb vor dem Kauf gedanklich an einem einfachen Test messen: Möchte ich regelmäßig Schwarzweißbilder direkt aufnehmen, oder suche ich eigentlich eine vollständige Kamera- und Bearbeitungssammlung?
Die Resonanz fällt insgesamt positiv aus. BlackCam Pro erreicht einen Durchschnitt von 4,2 bei über dreitausend Bewertungen und kommt auf mehr als hunderttausend Installationen. Diese Reichweite macht die App nicht automatisch zur besten Wahl für jedes Gerät, zeigt aber, dass das Konzept nicht nur für eine sehr kleine Nische interessant ist.
Der Preis von 0,89 € ist leicht einzuordnen: Ich bezahle nicht für ein komplettes Fotostudio, sondern für einen fokussierten Schwarzweiß-Workflow. Das lohnt sich, wenn ich den Stil tatsächlich nutze. Wer nur einmal ein einzelnes Bild umwandeln möchte, fährt mit einer bereits vorhandenen Bearbeitungsfunktion wahrscheinlich praktischer. Für regelmäßige Spaziergänge, kleine Serien und bewusst komponierte Aufnahmen ist der Betrag dagegen gut nachvollziehbar.
Mein Urteil zur Leistung im täglichen Einsatz
Bei der wahrgenommenen Geschwindigkeit überzeugt mich vor allem der kurze Weg zwischen Idee und Aufnahme. Die App ist nicht mit unnötigen Aufgaben überladen, und genau das macht sie für spontane Schwarzweißmotive angenehm. Bei längeren Serien oder auf älteren Geräten würde ich die Erwartungen an Akkulaufzeit, Vorschau und allgemeine Reaktionsfreude etwas zurücknehmen, weil hier die Smartphone-Hardware stärker ins Gewicht fällt.
Bei der Stabilität gefällt mir die klare Spezialisierung. Sie macht die Anwendung leicht verständlich und reduziert den Bedienaufwand. Gleichzeitig bleiben die üblichen Grenzen einer mobilen Kamera bestehen: schwieriges Licht, Bewegung und wenig Speicherplatz können den Ablauf beeinflussen. Wer wichtige Momente festhalten muss, sollte die Standardkamera als Reserve behalten.
Mein praktischer Rat: Nutze BlackCam Pro nicht als Ersatz für jede Kamera-App, sondern als bewusstes Werkzeug für Motive, die von Licht, Struktur und Kontrast leben. Genau dann spielt sie ihre Stärke aus. Ich würde vor dem Auslösen den Hintergrund prüfen, nach starken Hell-Dunkel-Beziehungen suchen und bei farblich wichtigen Szenen lieber zur normalen Kamera wechseln.
Unterm Strich empfehle ich BlackCam Pro Menschen, die Schwarzweißfotografie nicht nur als nachträglichen Filter sehen. Die App hilft mir, bereits beim Bildaufbau anders zu denken, und ihr niedriger Preis macht diesen spezialisierten Ansatz leicht zugänglich. Wer dagegen viele manuelle Einstellungen, umfangreiche Bearbeitung oder eine universelle Kamera erwartet, sollte eher bei der Standardkamera und einer leistungsfähigen Foto-App bleiben. Für fokussierte monochrome Aufnahmen ist sie jedoch eine überzeugende, unkomplizierte Ergänzung auf Android.
Vorteile
- Viele Schwarzweiß-Filter mit unterschiedlichen Kontrasten und Stimmungen
- Manuelle Anpassung von Helligkeit
- Kontrast und Vignette möglich
- Echtzeit-Vorschau erleichtert die Bildgestaltung vor der Aufnahme
- Unterstützt hochauflösende Fotos für detailreiche monochrome Aufnahmen
- Aufgeräumte Oberfläche ermöglicht schnellen Zugriff auf wichtige Werkzeuge
Nachteile
- Einige Funktionen und Filter sind nur in der Pro-Version verfügbar
- Für Videoaufnahmen ist die App nicht ausgelegt
- Starke Filter können feine Bilddetails sichtbar reduzieren
- Manuelle Einstellungen wirken für Einsteiger zunächst etwas unübersichtlich
- Die Bildbearbeitung kann auf älteren Geräten langsamer reagieren











