Chess PGN Master Pro Key
- 27.00
- 4,4
- Installationen
- 10.00K
- Version
- 1.1.0
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Analyse von Reviewed
Wer Schachpartien als PGN-Dateien sammelt, kennt das Problem: Eine Datei lässt sich zwar irgendwo öffnen, aber zum wirklichen Durchsehen, Korrigieren und Nachspielen braucht es mehr als einen einfachen Texteditor. Genau hier setzt Chess PGN Master Pro Key an. Ich sehe es weniger als klassisches Schachspiel und mehr als spezialisiertes Werkzeug für Menschen, die Partien digital verwalten und analysieren möchten.
Mein erster Eindruck ist deshalb etwas anders als bei einer gewöhnlichen Schach-App. Man startet nicht unbedingt mit einer schnellen Partie gegen einen Gegner, sondern mit einer Sammlung von Zügen, Varianten und Notationen. Das kann zunächst trocken wirken, wird aber schnell nützlich, wenn man eine eigene Partie nachbereiten, eine historische Begegnung studieren oder eine PGN-Datei übersichtlich auf dem Smartphone oder Tablet lesen möchte.
Was ich von der App erwarten würde
Entwickelt wurde das Spiel von Gerhard Kalab und es gehört bei den Brettspielen in eine eher spezielle Nische. Der Name Chess PGN Master beschreibt den Zweck treffend: Im Mittelpunkt stehen PGN-Dateien, also gespeicherte Schachpartien mit Zügen und begleitenden Informationen. Wer nur gelegentlich Schach spielen möchte, findet hier wahrscheinlich nicht den direktesten Einstieg. Wer dagegen mit Partien arbeitet, bekommt ein deutlich passenderes Werkzeug als eine beliebige Schach-App.
Die Anwendung ist bereits seit dem 12. April 2012 verfügbar und läuft laut Angabe ab Android 2.1. Die aktuelle Version ist 1.1.0. Das klingt technisch alt, kann für Nutzer älterer Geräte interessant sein, sagt aber zugleich etwas über die Gestaltung aus: Ich würde keine moderne, stark animierte Oberfläche erwarten, wie sie viele aktuelle Spiele verwenden. Der Schwerpunkt liegt offenbar auf Funktion und Dateiarbeit, nicht auf einer spektakulären Präsentation.
Im Store wird die App mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,4 bei 398 Bewertungen geführt. Außerdem kommt sie auf über 10.000 Installationen. Für eine so spezielle Schach-Anwendung ist das ein Hinweis darauf, dass sie nicht nur für einen winzigen Kreis von Turnierspielern gedacht ist. Trotzdem bleibt sie ein Fachwerkzeug. Die hohe Bewertung sollte man daher nicht mit der Erwartung verwechseln, dass sie jedem Schachfan automatisch besser gefällt als eine kostenlose Online-Schachplattform.
Der Preis liegt bei 7,99 €. Das ist für eine mobile App kein ganz kleiner Betrag, besonders wenn man nur ab und zu eine Partie nachspielen möchte. Für jemanden, der regelmäßig PGN-Dateien öffnet, bearbeitet oder als persönliche Schachdatenbank nutzt, kann der Kauf dagegen sinnvoller sein als eine werbefinanzierte App, die den eigentlichen Arbeitsablauf unnötig unterbricht. Der Wert hängt hier stark davon ab, wie oft man mit solchen Dateien arbeitet.
Die Altersfreigabe USK ab 0 Jahren passt zum Inhalt. Es gibt keinen Grund, die Anwendung als problematisches Spiel für Kinder oder Erwachsene einzuordnen. Allerdings ist die Bedienung nicht automatisch kindgerecht, nur weil die Altersfreigabe niedrig ist. Ein Kind, das gerade erst die Schachregeln lernt, braucht wahrscheinlich eher ein spielerisches Lernprogramm als ein Werkzeug für Partienotationen.
Der erste Schritt nach der Installation
Ich würde nach dem Start nicht sofort versuchen, alle Möglichkeiten zu verstehen. Der sinnvollste erste Weg ist, eine vorhandene PGN-Datei bereitzulegen und sie in der App zu öffnen. So erkennt man schnell, ob der persönliche Anwendungsfall passt. Wer keine Datei zur Hand hat, kann zunächst eine einzelne Partie aus einer anderen Schachquelle exportieren oder eine bereits gespeicherte Trainingspartie verwenden.
Wichtig ist dabei, die Datei nicht wie ein gewöhnliches Dokument zu behandeln. Eine PGN-Datei enthält Schachinformationen in einer bestimmten Struktur. Wenn sie nur als Text angezeigt wird, wirkt sie auf den ersten Blick unübersichtlich: Zugnummern, Abkürzungen und Zusatzangaben stehen dicht beieinander. Der Vorteil eines spezialisierten Programms entsteht erst dann, wenn diese Notation als Partie auf dem Brett lesbar wird und man sich Zug für Zug durch sie bewegt.
Für den ersten Test würde ich eine kurze, möglichst saubere Datei wählen. Eine große Sammlung mit vielen Partien macht die Orientierung am Anfang unnötig schwer. Mit einer einzelnen Partie lässt sich besser prüfen, ob das Öffnen, das Nachspielen und das Bearbeiten der Notation dem eigenen Arbeitsstil entspricht. Dieser kleine Test spart auch Enttäuschung, falls man eigentlich eine Gegner-Suche oder ein umfangreiches Online-Angebot erwartet.
Ein praktischer Tipp: Ich würde die ursprüngliche PGN-Datei vor dem Bearbeiten kopieren. Gerade beim Aufräumen von Kommentaren oder beim Korrigieren einer Notation ist es hilfreich, jederzeit zur unveränderten Fassung zurückkehren zu können. Das ist keine besondere Funktion der App, sondern eine gute Arbeitsweise für jede Partiensammlung. Bei wertvollen Analysen sollte man außerdem nicht nur auf eine einzige Datei vertrauen.
Die erste sinnvolle Aktion: eine Partie wirklich nachspielen
Der erste Erfolg sollte nicht darin bestehen, eine Datei lediglich zu öffnen. Ich würde eine Partie laden und sie langsam Zug für Zug nachspielen. Dabei lohnt es sich, vor einem kritischen Moment anzuhalten und selbst zu überlegen, welchen Zug man gewählt hätte. Erst danach geht man weiter. So wird aus dem Dateibetrachter ein Trainingswerkzeug, auch wenn man die Partie ursprünglich nur archivieren wollte.
Besonders nützlich ist dieser Ablauf nach einer eigenen Partie. Ich kann mir vorstellen, die PGN-Datei direkt nach dem Spiel zu öffnen, bis zu einem Wendepunkt zurückzugehen und die Stellung ohne Zeitdruck erneut zu betrachten. Statt mich nur an das Gefühl während der Partie zu erinnern, sehe ich die konkrete Zugfolge. Das hilft, unklare Entscheidungen zu erkennen, ohne dass ich sofort eine vollständige Schachtheorie daraus machen muss.
Für Einsteiger ist es hilfreich, zunächst nur eine Frage pro Partie zu verfolgen. Zum Beispiel: Wo habe ich eine Figur ungeschützt gelassen? Oder: An welcher Stelle wurde mein König unsicher? Wenn man gleichzeitig Eröffnung, Taktik, Endspiel und Zeitmanagement untersuchen will, wird die PGN schnell zu einer langen Liste von Zügen. Mit einer klaren Frage bleibt die Analyse überschaubar.
Ein weniger offensichtlicher Vorteil eines PGN-Werkzeugs liegt darin, dass man nicht an den ursprünglichen Spielmoment gebunden ist. Eine normale Schachpartie auf einem Brett endet, und die Stellung wird wieder aufgebaut oder verschwindet. Bei einer gespeicherten Partie kann ich dagegen später genau an der interessanten Stelle einsteigen. Das macht die Anwendung für Trainer, Schachvereine und Lernende interessant, die wiederholt auf dasselbe Material zurückgreifen möchten.
Beim Bearbeiten würde ich sparsam vorgehen. Wenn eine Notation unklar ist, sollte man zuerst feststellen, ob wirklich ein Fehler vorliegt oder ob nur ein Kommentar beziehungsweise eine Variante ungewohnt formatiert ist. Wer vorschnell Text löscht, kann wertvolle Hinweise verlieren. Der eigentliche Nutzen liegt nicht darin, jede Datei sofort perfekt aussehen zu lassen, sondern eine Sammlung nach und nach verständlicher und brauchbarer zu machen.
Wo Einsteiger leicht ins Stolpern geraten
Die größte mögliche Verwirrung ist die Abkürzung PGN selbst. Sie bezeichnet keine besondere Schachvariante und auch keinen eigenen Spielmodus. Es handelt sich um ein Format für gespeicherte Partien. Wer mit der Erwartung startet, direkt gegen eine künstliche Intelligenz zu spielen, könnte sich deshalb fragen, warum die App so stark auf Dateien und Notation ausgerichtet ist. Diese Erwartung sollte man vor dem Kauf korrigieren.
Auch die Bezeichnung „Pro Key“ kann missverständlich wirken. Für mich deutet sie vor allem auf eine kostenpflichtige Freischaltung beziehungsweise die Pro-Version im Umfeld der Anwendung hin. Entscheidend ist aber nicht der Name, sondern der konkrete Zweck: Die App richtet sich an die Arbeit mit PGN-Partien. Wer eine komplette Schachplattform mit Profilen, Ranglisten, Live-Gegnern und sozialem Austausch sucht, sollte seine Entscheidung nicht allein vom Wort „Pro“ abhängig machen.
Eine weitere Hürde ist die Dateiorganisation. Wenn PGN-Dateien aus verschiedenen Quellen stammen, können sie unterschiedlich umfangreiche Informationen enthalten. Manche Partien sind sauber beschriftet, andere enthalten hauptsächlich Züge. Dadurch kann der Eindruck entstehen, die App habe eine Partie unvollständig geladen, obwohl die Datei selbst nur wenige Zusatzangaben enthält. Vor dem Bearbeiten lohnt sich daher ein Blick darauf, was tatsächlich in der Datei gespeichert wurde.
Auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm kann längere Notation außerdem anstrengender zu lesen sein als auf einem Tablet oder am Computer. Das ist kein Fehler der Schachlogik, sondern eine Frage des Platzes. Für kurze Kontrollen unterwegs reicht das Telefon wahrscheinlich aus. Wenn ich eine große Sammlung sortieren oder über längere Zeit analysieren möchte, würde ich ein größeres Display bevorzugen, sofern die persönliche Gerätekombination das zulässt.
Auch der ältere technische Stand sollte in die Entscheidung einfließen. Die niedrige Mindestanforderung von Android 2.1 macht die App grundsätzlich für ältere Android-Geräte interessant. Gleichzeitig würde ich vor der Installation prüfen, ob das eigene Gerät und die aktuelle Systemumgebung den gewünschten Dateiaustausch bequem unterstützen. Ein Programm kann technisch starten und trotzdem im Alltag unpraktisch sein, wenn das Öffnen gespeicherter Dateien umständlich ist.
Ein realistischer Alltag mit eigenen Partien
Ein sinnvoller Ablauf könnte so aussehen: Ich spiele abends eine Partie am Brett oder in einer anderen Schachumgebung und speichere die Züge anschließend als PGN. Am nächsten Tag öffne ich die Datei in der App, gehe nicht sofort bis zum Ende, sondern suche den ersten Moment, an dem meine Stellung schlechter wurde. Danach spiele ich die Partie noch einmal bis zu dieser Stelle und überlege, welche Alternativen ich selbst gefunden hätte.
Der wichtige Punkt ist die Trennung zwischen Nachspielen und Bewerten. Zuerst möchte ich verstehen, was auf dem Brett passiert ist. Erst danach suche ich nach einer besseren Idee. Diese Reihenfolge verhindert, dass ich nur eine fremde Empfehlung auswendig lerne. Die App ist dafür besonders geeignet, weil die Partie als konkrete Zugfolge erhalten bleibt und nicht bloß als Erinnerung im Kopf weiterlebt.
Für eine kleine private Sammlung würde ich Dateien nach einem festen Muster benennen, etwa mit Gegner, Farbe und Anlass. Das erleichtert später das Wiederfinden mehr als eine lose Ansammlung von Dateien mit automatisch vergebenen Namen. Wer häufig Partien analysiert, kann zusätzlich kurze Kommentare direkt an den relevanten Stellen pflegen. So wird aus einem Archiv mit der Zeit ein persönliches Lernheft.
Ein weiterer konkreter Einsatz ist die Vorbereitung auf eine Trainingsstunde. Statt dem Trainer nur zu erzählen, dass eine Partie „irgendwann im Mittelspiel“ gekippt sei, kann ich die betreffende PGN-Datei mitbringen und die kritische Zugfolge zeigen. Das spart Erklärungen und macht die Besprechung genauer. Für diesen Zweck ist ein zuverlässiger PGN-Workflow oft wertvoller als eine App mit vielen zusätzlichen Spielmodi, die man gar nicht nutzt.
Wie sie sich von üblichen Schach-Apps unterscheidet
Die üblichen Schach-Apps setzen häufig auf schnelle Partien, Aufgaben, Eröffnungslektionen oder Online-Spiele. Das ist ideal, wenn ich sofort aktiv spielen möchte. Chess PGN Master Pro Key verfolgt einen anderen Ansatz: Die gespeicherte Partie steht im Mittelpunkt. Dadurch wirkt es im direkten Vergleich weniger unterhaltsam, kann aber bei der Nachbereitung deutlich zweckmäßiger sein.
Ein einfacher Texteditor ist zwar günstiger oder bereits vorhanden, hilft mir beim Schachverständnis aber nur begrenzt. Ich sehe dann die Notation, muss die Züge jedoch gedanklich oder auf einem separaten Brett nachvollziehen. Ein allgemeines Dateiverwaltungsprogramm kann Dateien verschieben und umbenennen, ersetzt aber kein spezialisiertes Brett für das Nachspielen. Genau an dieser Stelle hat die App ihren klarsten Vorteil.
Gegenüber einer großen Online-Plattform fehlt aus meiner Sicht der soziale Reiz. Wer Gegner finden, Partien live austragen oder seine Ergebnisse in einer Gemeinschaft teilen möchte, ist mit einer solchen Plattform wahrscheinlich besser bedient. Wer dagegen bereits anderswo spielt und nur ein Werkzeug für die eigenen PGN-Dateien sucht, kann von der Spezialisierung profitieren. Die beiden App-Typen müssen sich nicht ausschließen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
Auch gegenüber einer modernen Desktop-Schachdatenbank dürfte der mobile Ansatz seine Grenzen haben. Am Computer ist mehr Platz für umfangreiche Sammlungen und parallele Ansichten. Auf dem Smartphone punktet die App dafür durch die Möglichkeit, Partien dort zu prüfen, wo ich gerade bin. Für eine kurze Analyse nach dem Vereinstraining oder unterwegs ist das praktisch; für eine jahrelang gewachsene Datenbank würde ich die Verwaltung sorgfältig planen.
Für wen sich der Kauf lohnt
Ich würde die Anwendung vor allem Schachspielern empfehlen, die bereits mit PGN-Dateien arbeiten oder damit anfangen möchten. Dazu gehören Menschen, die eigene Partien sichern, historische Spiele studieren, Trainingsmaterial sammeln oder Notationen korrigieren wollen. Auch für einen Verein kann ein solches Werkzeug nützlich sein, wenn Partien regelmäßig digital weitergegeben und gemeinsam besprochen werden.
Für Anfänger ist sie dann passend, wenn sie nicht nur spielen, sondern ihre Partien verstehen möchten. Wer allerdings noch keine Schachregeln kennt und eine Schritt-für-Schritt-Einführung erwartet, sollte zuerst eine Lern-App wählen. Das gleiche gilt für Nutzer, die hauptsächlich taktische Aufgaben, tägliche Herausforderungen oder direkte Gegner suchen. Die Anwendung kann eine Ergänzung sein, aber sie ersetzt diese Angebote nicht automatisch.
Der Preis von 7,99 € lässt sich meiner Meinung nach nur rechtfertigen, wenn die Datei-Funktionen regelmäßig zum Einsatz kommen. Für eine einmalige Partieanalyse ist ein Kauf schwerer zu begründen. Wer dagegen jede Woche eigene Spiele nachbereitet, kann den Betrag als Investition in einen festen Arbeitsablauf sehen. Gerade bei spezialisierten Apps zählt nicht die Zahl der enthaltenen Spielereien, sondern ob die eine zentrale Aufgabe zuverlässig in den Alltag passt.
Mein Arbeitsablauf für den nächsten Schritt
Nach dem ersten erfolgreichen Öffnen würde ich nicht sofort eine große Sammlung importieren. Besser ist es, drei oder vier typische PGN-Dateien zu testen: eine eigene Partie, eine Partie mit Kommentaren und eine eher schlichte Datei. So zeigt sich, ob die persönliche Sammlung gut lesbar ist und ob die App den eigenen Zweck erfüllt. Erst danach lohnt es sich, die Dateien dauerhaft zu ordnen.
Für die Analyse empfehle ich, pro Partie eine kurze Notiz mit dem wichtigsten Lernpunkt zu behalten. Ein einzelner Satz wie „zu früh geöffnet“ oder „Endspiel nicht berechnet“ ist später hilfreicher als eine lange, ungeordnete Kommentarsammlung. Die App wird dadurch nicht nur zum Archiv, sondern zu einem Werkzeug, mit dem ich wiederkehrende Fehler erkennen kann.
Wer mit Varianten arbeitet, sollte außerdem zwischen Hauptpartie und möglichen Alternativen unterscheiden. Eine interessante Idee ist nicht automatisch eine gute Idee, nur weil sie im Nachhinein logisch klingt. Ich würde deshalb jede Variante mit einer konkreten Frage verbinden: Was passiert nach dem Abtausch? Welche Figur bleibt aktiv? Welche Antwort hat der Gegner? Dieses bewusste Prüfen verhindert, dass die PGN-Datei zu einer Sammlung schöner, aber ungeprüfter Vermutungen wird.
Die wichtigste praktische Erwartung bleibt: Diese Anwendung macht aus einer gespeicherten Partie nicht von selbst eine vollständige Schachlektion. Sie gibt mir jedoch eine strukturierte Grundlage, um Züge sichtbar zu machen, Partien erneut durchzugehen und eigene Entscheidungen genauer zu untersuchen. Das ist weniger spektakulär als eine Live-Partie, aber für langfristiges Lernen oft nachhaltiger.
Mein Fazit fällt deshalb klar, aber nicht uneingeschränkt aus. Chess PGN Master Pro Key ist eine gute Wahl für die konzentrierte Arbeit mit Schachpartien, nicht für jeden Schachfan als allgemeines Spiel. Die Spezialisierung ist zugleich Stärke und Grenze. Wenn ich PGN-Dateien regelmäßig öffne und bearbeiten möchte, wirkt der Kaufpreis nachvollziehbar. Wenn ich vor allem spielen, lernen oder online gegen andere antreten will, würde ich eher zu einer dafür gebauten Schach-App greifen.
Für den richtigen Nutzer ist der Einstieg erfreulich geradlinig: eine einzelne PGN-Datei öffnen, die Partie Zug für Zug nachspielen, einen kritischen Moment markieren und erst danach die Sammlung erweitern. Genau dieser kleine, konkrete Ablauf zeigt am schnellsten, ob die App im eigenen Alltag einen Platz verdient. Meine Empfehlung gilt daher besonders denjenigen, die Schach nicht nur spielen, sondern ihre Partien als Material zum Weiterlernen behalten möchten.
Vorteile
- Unterstützt viele PGN-Dateien und eignet sich gut zum Analysieren eigener Partien.
- Stellungsanalyse mit Engine hilft beim Erkennen taktischer Fehler.
- Partien lassen sich übersichtlich nach Zügen
- Varianten und Kommentaren durchsuchen.
- Funktionen wie Brettausrichtung und Zuganimationen sind flexibel anpassbar.
- Offline-Nutzung ermöglicht Analysen auch ohne Internetverbindung.
Nachteile
- Die Benutzeroberfläche wirkt auf Einsteiger teilweise technisch und wenig intuitiv.
- Für komfortables Analysieren ist auf älteren Geräten ausreichend Leistung nötig.
- Große PGN-Sammlungen können beim Laden oder Durchsuchen Verzögerungen verursachen.
- Einige Funktionen erschließen sich erst nach längerer Einarbeitung.
- Die App richtet sich stärker an Analyse als an ein vollständiges Online-Schachspiel.
- Kategorie
- Brettspiele
- Version
- 1.1.0











