HealthMe

Essen & Trinken

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Wer beim Einkaufen nicht nur auf Kalorien, Allergene oder Zutatenlisten schauen möchte, sondern Lebensmittel persönlicher einordnen will, stößt mit HealthMe auf einen interessanten Ansatz. Die kostenlose App von Declareme GmbH gehört in den Bereich Essen & Trinken und versteht sich als digitaler Einkaufsassistent. Ich habe sie vor allem mit der Frage betrachtet, ob sie nach dem ersten neugierigen Ausprobieren dauerhaft nützlich bleibt oder nach einigen Einkäufen wieder vom Smartphone verschwindet.

Mein erster Eindruck fällt gemischt aus. Die Idee ist leicht verständlich: Lebensmittel sollen individuell analysiert werden, statt dass man sich ausschließlich auf eine allgemeine Bewertung verlässt. Das kann beim bewussteren Einkauf helfen, besonders wenn bestimmte Ernährungsziele, Unverträglichkeiten oder persönliche Vorlieben eine Rolle spielen. Gleichzeitig hängt der praktische Wert stark davon ab, wie konsequent man die App in den normalen Einkauf einbaut.

Vom ersten Ausprobieren zur festen Einkaufsroutine

Warum die erste Woche neugierig macht

In der ersten Woche hat HealthMe einen klaren Entdeckerreiz. Viele Produkte sehen im Regal ähnlich aus, unterscheiden sich aber bei Zutaten, Zusatzstoffen oder Nährwerten deutlich. Eine Anwendung, die diese Unterschiede nicht nur allgemein erklärt, sondern auf die eigene Situation bezieht, wirkt deshalb zunächst hilfreicher als ein bloßer Blick auf die Vorderseite der Verpackung.

Ich finde besonders den persönlichen Blickwinkel sinnvoll. Eine Zutatenliste beantwortet zwar die Frage, was in einem Produkt steckt, aber nicht automatisch, ob es zu den eigenen Gewohnheiten passt. Genau dort setzt HealthMe an. Statt jedes Lebensmittel nach denselben starren Maßstäben zu beurteilen, kann die individuelle Analyse eine bessere Grundlage für die eigene Entscheidung liefern.

Das ist vor allem dann praktisch, wenn man im Supermarkt schnell zwischen mehreren ähnlichen Produkten wählen muss. Bei Müslis, Fertiggerichten, Getränken oder Snacks reicht oft schon ein kurzer Vergleich, um eine bewusstere Wahl zu treffen. Die App ersetzt dabei nicht das Lesen der Verpackung, kann aber helfen, die Informationen schneller in den persönlichen Kontext zu setzen.

Für meinen Alltag ist das ein wichtiger Unterschied zu einer einfachen Kalorien- oder Barcode-App. Solche Alternativen sind oft stark auf einzelne Werte konzentriert. HealthMe wirkt eher wie ein Begleiter für die gesamte Produktentscheidung. Das macht den Einstieg interessanter, verlangt aber auch, dass man die eigenen Ziele ehrlich und ausreichend genau festlegt.

Ein realistischer Einkauf mit der App

Ein typisches Szenario wäre ein Wocheneinkauf nach der Arbeit. Ich stehe vor dem Kühlregal und vergleiche mehrere Joghurts, die auf den ersten Blick ähnlich aussehen. Statt nur den Preis oder die auffällige Verpackung zu beachten, nutze ich HealthMe, um die Produkte aus meiner persönlichen Perspektive zu betrachten. Danach prüfe ich die Verpackung noch einmal selbst und entscheide mich für die Variante, die am besten zu meinem aktuellen Ziel passt.

Der entscheidende Vorteil entsteht nicht bei einem einzelnen Produkt, sondern beim Vergleich. Wer regelmäßig dieselben Lebensmittel kauft, kann mit der Zeit bessere Routinen entwickeln: ein anderes Frühstück, eine passendere Zwischenmahlzeit oder eine weniger zufällige Auswahl bei Fertiggerichten. HealthMe ist damit weniger ein einmaliger Ratgeber als ein Werkzeug, das Entscheidungen im Laden strukturieren kann.

Allerdings sollte man sich in der ersten Woche nicht von jeder Analyse zu einer spontanen Änderung der gesamten Ernährung verleiten lassen. Eine einzelne Bewertung ist kein vollständiges Gesundheitsurteil über ein Lebensmittel. Ich würde die Ergebnisse als Orientierung verwenden und bei medizinisch relevanten Themen weiterhin die Zutatenliste, Kennzeichnungen und gegebenenfalls fachliche Beratung berücksichtigen.

Was den Einstieg bremst

Die durchschnittliche Bewertung von 2,5 bei 169 abgegebenen Bewertungen zeigt, dass nicht alle Nutzerinnen und Nutzer denselben positiven ersten Eindruck haben. Das sollte man ernst nehmen, ohne daraus automatisch auf jede einzelne Nutzung zu schließen. Bei einer App, deren Nutzen stark von persönlichen Angaben und der eigenen Einkaufsweise abhängt, können Erwartungen und tatsächliche Erfahrung weit auseinanderliegen.

Ein weiterer Punkt ist die Bereitschaft zur Beschäftigung. Wer nur schnell wissen möchte, welches Produkt am wenigsten Kalorien enthält, findet möglicherweise einfachere Lösungen. HealthMe zielt auf eine individuellere Betrachtung und ist dadurch nicht unbedingt der schnellste Weg für eine einzige, isolierte Frage. Die zusätzliche Einordnung lohnt sich eher, wenn man sie regelmäßig verwenden möchte.

Die Altersfreigabe USK ab 0 Jahren macht die App grundsätzlich niedrigschwellig. Das bedeutet aber nicht, dass jede Analyse für jede Person gleich passend ist. Gerade bei Kindern, Allergien oder besonderen Ernährungsformen sollte man Ergebnisse nicht unkritisch übernehmen. Für mich bleibt die App ein Einkaufshelfer und kein Ersatz für medizinische Einschätzung.

Welche Nutzer langfristig profitieren können

HealthMe passt am besten zu Menschen, die ihre Kaufentscheidungen Schritt für Schritt verbessern möchten. Dazu gehören Personen, die Zutaten bewusster vergleichen, neue Produkte ausprobieren oder ihre Ernährung stärker an eigenen Kriterien ausrichten wollen. Auch wer häufig vor überfüllten Regalen steht und sich von Verpackungen beeinflussen lässt, kann von einer ruhigeren, systematischeren Entscheidung profitieren.

Weniger geeignet ist die Anwendung für Nutzer, die eine vollständig automatische Lösung erwarten. Wer keine Zeit in persönliche Einstellungen, Vergleiche oder die Kontrolle der Verpackungsangaben investieren möchte, wird den Mehrwert wahrscheinlich schnell als zu gering empfinden. Ebenso ist sie nicht die beste Wahl für jemanden, der ausschließlich ein sehr enges Ziel verfolgt und dafür bereits eine spezialisierte Anwendung nutzt.

Bleibt HealthMe nach dem ersten Monat nützlich?

Der Wert entsteht durch wiederkehrende Entscheidungen

Nach dem ersten Monat entscheidet sich, ob HealthMe einen festen Platz verdient. Die anfängliche Neugier lässt nach, sobald man einige bekannte Produkte analysiert hat. Dann muss die App zeigen, dass sie nicht nur beim Entdecken neuer Lebensmittel funktioniert, sondern auch bei den wiederkehrenden Entscheidungen des Alltags.

Genau hier sehe ich ihre stärkste mögliche Rolle. Einkaufen besteht selten aus ständig neuen Produkten. Meist landen ähnliche Frühstückssachen, Getränke, Snacks und Grundzutaten im Wagen. Wenn HealthMe dabei hilft, diese Auswahl bewusster zu prüfen, kann ein kleiner Lerneffekt entstehen. Man merkt sich, welche Produkte gut zum eigenen Profil passen, und greift beim nächsten Mal gezielter zu.

Der langfristige Nutzen ist daher weniger spektakulär als die erste Analyse. Die App muss nicht jeden Einkauf völlig verändern. Es reicht, wenn sie an den richtigen Stellen eine bessere Entscheidung auslöst. Ein Produkt wird ersetzt, weil die Zutaten nicht zum persönlichen Ziel passen, oder ein scheinbar gesünderes Produkt wird genauer geprüft, bevor es automatisch im Einkaufswagen landet.

Der nachhaltige Mehrwert liegt in der wiederholten Entscheidung, nicht im einmaligen Aha-Moment. Wer diesen Unterschied versteht, wird HealthMe realistischer nutzen. Die App ist kein tägliches Unterhaltungsprodukt, sondern eher ein Werkzeug, das dann wertvoll ist, wenn eine konkrete Auswahl ansteht.

Ein sinnvoller Monatsrhythmus

Ich würde die Anwendung nicht bei jedem Lebensmittel zwanghaft öffnen. Das würde den Einkauf verlangsamen und wahrscheinlich schnell ermüden. Besser ist ein selektiver Rhythmus: neue Produkte analysieren, bei Unsicherheit vergleichen und bei Lebensmitteln, die regelmäßig gekauft werden, gelegentlich überprüfen, ob die eigene Entscheidung noch passt.

Besonders sinnvoll ist die Nutzung bei Produktgruppen, in denen Marketing und tatsächliche Zusammensetzung leicht auseinandergehen können. Bei Frühstücksprodukten, süßen Getränken oder Fertiggerichten kann ein persönlicher Vergleich mehr bringen als ein kurzer Blick auf eine einzelne Werbeaussage. Bei unverarbeiteten Grundzutaten ist der zusätzliche Aufwand dagegen oft geringer nötig.

Ein praktischer Tipp ist, nicht nur nach einem vermeintlich guten Ergebnis zu suchen. Ich würde auch Produkte analysieren, die ich ohnehin kaufen möchte. So erkennt man, ob die App wirklich bei der Entscheidung hilft oder nur bereits gefasste Meinungen bestätigt. Dieser kleine Gegencheck macht die Nutzung ehrlicher und verhindert, dass man sich ausschließlich von positiven Ergebnissen leiten lässt.

Was im Vergleich zu üblichen Alternativen auffällt

Viele herkömmliche Einkaufs- und Ernährungs-Apps funktionieren hauptsächlich als Datenbanken. Man sucht ein Lebensmittel, liest Nährwerte nach oder scannt einen Strichcode. Das kann sehr praktisch sein, wenn man schnell eine einzelne Zahl braucht. HealthMe verfolgt einen anderen Schwerpunkt, weil die individuelle Analyse im Mittelpunkt steht.

Das ist eine Stärke, wenn persönliche Kriterien wichtiger sind als ein allgemeiner Durchschnitt. Gleichzeitig ist es auch eine Einschränkung: Wer eine riesige Produktdatenbank, ein detailliertes Ernährungstagebuch oder eine präzise Kalorienplanung erwartet, sollte prüfen, ob eine spezialisierte Alternative besser passt. HealthMe ist nicht automatisch die umfassendste Lösung für jede Ernährungsfrage.

Im Vergleich zu einer Papierliste oder den Notizen auf dem Smartphone bietet die App mehr Orientierung bei der Produktauswahl. Im Vergleich zu einer reinen Barcode-Anwendung kann sie persönlicher wirken. Dafür muss man sich stärker auf die Logik der individuellen Bewertung einlassen. Ich würde sie deshalb nicht als Ersatz für alle anderen Werkzeuge sehen, sondern als Ergänzung für den Moment im Laden.

Die Rolle der persönlichen Einstellungen

Bei einer individuell analysierenden App steht und fällt die Qualität mit den Angaben, die man selbst macht. Wer seine Ziele zu allgemein formuliert oder wichtige Einschränkungen nicht berücksichtigt, erhält möglicherweise eine Einschätzung, die zwar technisch plausibel wirkt, aber im eigenen Alltag nicht wirklich weiterhilft.

Ich würde die persönlichen Kriterien deshalb nicht als einmalige Einrichtung betrachten. Ernährungsziele können sich ändern: Man kocht mehr selbst, möchte bestimmte Zutaten vermeiden oder achtet vorübergehend auf andere Eigenschaften eines Produkts. Eine regelmäßige Überprüfung der eigenen Einstellungen ist ein unterschätzter Schritt, damit die App nicht mit einem veralteten persönlichen Bild arbeitet.

Das ist zugleich einer der weniger offensichtlichen Aufwände. Nicht das Öffnen der App kostet auf Dauer am meisten Zeit, sondern die Pflege der Grundlage, auf der die Analyse beruht. Wer diese Pflege ignoriert, kann zwar weiterhin Ergebnisse sehen, aber deren Nutzen sinkt allmählich.

Bezahlte Elemente und die Frage nach dem Gegenwert

HealthMe ist kostenlos erhältlich, bietet aber In-App-Käufe zwischen 1,99 Euro und 16,49 Euro bei Abrechnung über Google Play. Für mich ist deshalb entscheidend, ob die kostenlose Nutzung bereits einen sinnvollen Alltagseinsatz erlaubt und ob kostenpflichtige Bestandteile einen klaren Zusatznutzen bieten.

Ich würde nicht sofort Geld investieren, nur weil die Grundidee interessant klingt. Zuerst sollte man die App über mehrere Einkäufe hinweg testen: Hilft die Analyse tatsächlich bei Entscheidungen, die sonst schwerfallen? Nutzt man sie noch nach der ersten Woche? Werden dadurch dauerhaft passendere Produkte gewählt? Erst wenn diese Fragen mit Ja beantwortet werden, lässt sich ein Kauf vernünftig beurteilen.

Der Preis allein entscheidet dabei nicht über die Qualität. Auch ein kleiner Betrag ist unnötig, wenn man die Anwendung nur einmal ausprobiert. Umgekehrt kann ein kostenpflichtiger Zusatz für regelmäßige Nutzer sinnvoll sein, wenn er genau den Teil verbessert, den man im Alltag häufig verwendet. Ich würde die Entscheidung daher an der eigenen Nutzungshäufigkeit festmachen und nicht an der bloßen Neugier.

Technischer Stand und Alltagstauglichkeit

Die aktuelle Version ist 2.9.0 und läuft ab Android 7.0. Damit richtet sich HealthMe auch an Menschen, die kein besonders neues Android-Smartphone verwenden. Das ist im Alltag angenehm, weil man für einen Einkaufsassistenten nicht zwingend ein aktuelles Gerät benötigt.

Die App wurde am 16.07.2020 veröffentlicht und hat inzwischen über 10.000 Installationen erreicht. Diese Größenordnung zeigt, dass HealthMe eine erkennbare Nutzerbasis hat, aber nicht zu den allgegenwärtigen Standard-Apps gehört. Für mich bedeutet das: Man sollte sie nicht deshalb wählen, weil sie jeder kennt, sondern weil die persönliche Analyse tatsächlich zur eigenen Einkaufsweise passt.

Der Entwickler Declareme GmbH steht dabei sichtbar hinter einem klar umrissenen Produktgedanken. Trotzdem bleibt die Alltagserfahrung wichtiger als die Idee auf dem Papier. Gerade bei einer App, die man im Supermarkt verwendet, zählen verständliche Ergebnisse, ein zügiger Ablauf und möglichst wenig Unterbrechung. Sobald die Nutzung mehr Aufmerksamkeit verlangt als die Kaufentscheidung selbst, verliert ein Einkaufsassistent seinen praktischen Vorteil.

Wo langfristige Müdigkeit entsteht

Die größte Gefahr für die dauerhafte Nutzung ist die Wiederholung. Wenn immer dieselben Lebensmittel im Wagen landen, fühlt sich jede weitere Analyse irgendwann überflüssig an. Das ist kein spezielles Problem einer einzelnen Funktion, sondern eine grundsätzliche Herausforderung für alle Apps, die Gewohnheiten begleiten sollen.

Auch zu viele Bewertungen können ermüden. Wer bei jedem Produkt das Smartphone hervorholt, erlebt den Einkauf möglicherweise nicht mehr als einfache Routine, sondern als ständige Prüfung. Ich würde deshalb bewusst Grenzen setzen und HealthMe nur bei Produkten einsetzen, bei denen die Entscheidung wirklich offen ist. Das macht die Anwendung weniger aufdringlich und erhält ihren Nutzen.

Eine weitere Ermüdungsquelle ist die Erwartung, dass eine persönliche Analyse jede Unsicherheit beseitigt. Ernährung bleibt aber ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Geschmack, Budget, Verfügbarkeit, Kochzeit und Verpackungsgröße gehören ebenfalls zur Entscheidung. HealthMe kann einen Teil davon strukturieren, aber nicht den gesamten Einkauf abnehmen.

Gerade der Preis eines Produkts kann die theoretisch bessere Wahl im Alltag unpraktisch machen. Wenn die passende Alternative deutlich teurer ist oder im eigenen Markt nicht verfügbar ist, braucht man eine flexible Entscheidung statt eines starren Ergebnisses. Ich sehe die App dann am stärksten, wenn sie Denkanstöße liefert und nicht vorgibt, jede Situation habe nur eine richtige Antwort.

Für wen sich die Installation lohnt

Ich würde HealthMe Menschen empfehlen, die bereit sind, ihre Einkaufsgewohnheiten aktiv zu beobachten. Wer regelmäßig neue Produkte vergleicht, persönliche Ernährungskriterien hat oder sich von Verpackungsversprechen nicht allein leiten lassen möchte, bekommt hier einen interessanten Ansatz. Auch für einen zeitlich begrenzten Selbsttest kann die kostenlose App sinnvoll sein.

Wer dagegen nur eine einfache Nährwerttabelle, ein Kalorientagebuch oder eine Rezeptverwaltung sucht, sollte eher nach einer Anwendung suchen, die genau diesen Zweck erfüllt. HealthMe ist nicht automatisch die beste Wahl, wenn die individuelle Produktanalyse keine Rolle spielt. Ebenso würde ich sie nicht als alleinige Grundlage für medizinische Entscheidungen verwenden.

Ein guter Einstieg besteht darin, eine kleine Gruppe häufig gekaufter Produkte auszuwählen und die Ergebnisse über mehrere Einkäufe zu vergleichen. So merkt man schnell, ob die App den eigenen Blick tatsächlich verändert. Wenn nach einigen Wochen keine Entscheidung leichter, klarer oder bewusster geworden ist, dürfte der langfristige Nutzen begrenzt bleiben.

Mein langfristiges Urteil

HealthMe verdient einen festen Platz nur dann, wenn man sie als ruhigen Einkaufsbegleiter und nicht als dauernde Kontrollinstanz verwendet. Die persönliche Analyse ist interessanter als eine rein allgemeine Produktbewertung und kann bei echten Auswahlproblemen einen Unterschied machen. Besonders überzeugend finde ich den Gedanken, wiederkehrende Einkäufe nach den eigenen Kriterien zu ordnen, statt sich jedes Mal von Werbung oder Gewohnheit treiben zu lassen.

Gleichzeitig ist die App kein Selbstläufer. Der Nutzen hängt von den persönlichen Einstellungen, der Bereitschaft zum Vergleichen und einem vernünftigen Maß an Nutzung ab. Wer jede Entscheidung automatisieren möchte, wird wahrscheinlich enttäuscht. Wer dagegen gezielt einige Produktgruppen überprüfen und daraus bessere Gewohnheiten entwickeln will, kann HealthMe längerfristig sinnvoll einsetzen.

Meine Empfehlung fällt deshalb vorsichtig positiv aus: ausprobieren, nicht sofort überladen nutzen und nach einigen Wochen ehrlich prüfen, ob die App im echten Einkauf hilft. Die kostenlose Verfügbarkeit senkt die Einstiegshürde, während die In-App-Käufe eine bewusste Abwägung verlangen. Für mich ist HealthMe am stärksten als persönliches Zusatzwerkzeug zwischen Verpackung, Einkaufszettel und eigener Erfahrung.

Nach dem ersten Reiz bleibt also kein unverzichtbarer Begleiter für alle, aber ein potenziell nützlicher Helfer für eine klar umrissene Zielgruppe. Wenn die individuelle Lebensmittelanalyse zu den eigenen Fragen passt und man die Anwendung selektiv in die Routine einbaut, kann sie dauerhaft sinnvoll sein. Wer nur schnelle Standardwerte oder eine vollständige Ernährungsverwaltung sucht, ist mit einer anderen Lösung wahrscheinlich besser bedient.

Vorteile

  • Übersichtliche Erfassung von Medikamenten und Einnahmezeiten
  • Erinnerungen helfen dabei
  • Dosen im Alltag nicht zu vergessen
  • Gesundheitsdaten lassen sich bequem an einem Ort verwalten
  • Nützlich zur Vorbereitung auf Arzttermine und Beratungsgespräche
  • Einfache Bedienung auch für Nutzer mit wenig App-Erfahrung

Nachteile

  • Funktionen können je nach Land und verfügbarer Datenbank variieren
  • Erfasste Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung oder Diagnose
  • Regelmäßige Pflege der Medikamentenliste ist erforderlich
  • Benachrichtigungen können bei falschen Einstellungen übersehen werden
  • Für manche Nutzer bestehen Bedenken beim Speichern sensibler Gesundheitsdaten
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Häufig gestellte Fragen

Was ist HealthMe und wofür kann ich die App verwenden?

HealthMe ist eine Gesundheits-App, die Nutzer dabei unterstützen soll, persönliche Gesundheitsinformationen übersichtlich zu verwalten und gesundheitsbezogene Aktivitäten im Alltag im Blick zu behalten. Je nach verfügbaren Funktionen können dazu beispielsweise Notizen, Messwerte, Erinnerungen oder persönliche Ziele gehören. Vor dem Download sollten Sie prüfen, welche konkreten Funktionen in Ihrer Region angeboten werden und ob sie zu Ihren eigenen Anforderungen passen.

Ist HealthMe ein Ersatz für einen Arzt oder eine medizinische Behandlung?

Nein. HealthMe kann die persönliche Organisation und Dokumentation von Gesundheitsdaten erleichtern, ersetzt jedoch keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Auch Hinweise, Auswertungen oder Erinnerungen der App sollten nicht als verbindliche medizinische Empfehlung verstanden werden. Bei akuten Beschwerden, starken Schmerzen oder Unsicherheit sollten Sie sich direkt an einen Arzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder im Notfall an den Rettungsdienst wenden.

Welche persönlichen Daten werden in HealthMe gespeichert?

Da Gesundheitsdaten besonders sensibel sind, sollten Sie vor der Nutzung die Datenschutzerklärung und die Berechtigungen von HealthMe sorgfältig lesen. Je nach Nutzung können persönliche Angaben, Gesundheitswerte, Notizen oder Aktivitätsinformationen verarbeitet werden. Achten Sie darauf, welche Daten freiwillig eingegeben werden, ob eine Registrierung erforderlich ist, wie die Informationen geschützt werden und ob Daten mit Dritten oder externen Diensten geteilt werden.

Ist HealthMe kostenlos und gibt es kostenpflichtige Funktionen?

Ob HealthMe vollständig kostenlos angeboten wird oder zusätzliche Premium-Funktionen enthält, kann von der jeweiligen Version und dem Betriebssystem abhängen. Prüfen Sie deshalb vor dem Download die Angaben im Google Play Store oder Apple App Store. Besonders wichtig sind Hinweise zu Abonnements, kostenlosen Testzeiträumen und automatischen Verlängerungen. Kündigungsbedingungen sollten Sie verstehen, bevor Sie eine kostenpflichtige Funktion aktivieren.

Auf welchen Geräten und Betriebssystemen funktioniert HealthMe?

HealthMe kann je nach Anbieter für Android, iPhone oder beide Plattformen verfügbar sein. Vor der Installation sollten Sie die aktuellen Systemanforderungen im jeweiligen App-Store kontrollieren, da ältere Geräte oder Betriebssystemversionen möglicherweise nicht unterstützt werden. Außerdem kann es erforderlich sein, Benachrichtigungen, Internetzugriff oder bestimmte Gerätesensoren zu erlauben, damit alle vorgesehenen Funktionen zuverlässig arbeiten.

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