FOCUS Plus

Nachrichten & Zeitschriften

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Ich habe FOCUS Plus als Nachrichten-App für den täglichen Überblick ausprobiert. Mein Eindruck: Sie richtet sich klar an Menschen, die politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und finanzielle Themen nicht nur über kurze Schlagzeilen verfolgen möchten. Gleichzeitig ist sie keine besonders leichte Gratis-App für gelegentliches Lesen, denn der eigentliche Wert hängt stark davon ab, wie regelmäßig man längere und thematisch gebündelte Inhalte nutzt.

Die App stammt von BurdaVerlag GmbH und ist kostenlos erhältlich. Das klingt zunächst unkompliziert, doch bei einer Nachrichten-App ist „kostenlos“ nicht automatisch gleichbedeutend mit „alles frei verfügbar“. FOCUS Plus verbindet den kostenlosen Einstieg mit zusätzlichen Inhalten, die über In-App-Käufe freigeschaltet werden können. Für mich ist deshalb die entscheidende Frage nicht nur, ob die App Nachrichten liefert, sondern ob die angebotene Tiefe, die Bedienung und die Kontrolle über das eigene Nutzungserlebnis zum persönlichen Leseverhalten passen.

Mein Eindruck von FOCUS Plus im täglichen Nachrichtenalltag

Beim ersten Öffnen wirkt das Konzept angenehm fokussiert: Statt sich auf ein einziges Ressort zu beschränken, führt die App mehrere Themenbereiche zusammen, die im Alltag oft miteinander verbunden sind. Eine politische Entscheidung kann die Wirtschaft beeinflussen, wissenschaftliche Entwicklungen können finanzielle Folgen haben, und genau diese Zusammenhänge machen eine Nachrichten-App interessanter als eine reine Sammlung von Eilmeldungen.

Ich würde FOCUS Plus deshalb eher als Begleiter für einen bewussten Nachrichtenüberblick einordnen. Wer morgens kurz die wichtigsten Themen prüfen, später einen Hintergrundtext lesen und abends noch einmal Entwicklungen einordnen möchte, findet hier einen sinnvolleren Ansatz als in einer App, die nur auf schnelle Benachrichtigungen setzt. Für fünf Minuten zwischen zwei Terminen kann das Angebot dagegen überdimensioniert wirken.

Die Einordnung in die Kategorie Nachrichten und Zeitschriften passt gut. Es geht nicht um soziale Diskussionen, private Chats oder eine reine Suchmaschine für Meldungen, sondern um redaktionell aufbereitete Inhalte. Diese Ausrichtung ist eine Stärke, weil sie das Lesen strukturieren kann. Sie bringt aber auch eine Grenze mit sich: Wer möglichst viele unterschiedliche Quellen nebeneinander vergleichen möchte, braucht zusätzlich andere Angebote.

Im Alltag sehe ich einen typischen Nutzen auf dem Weg zur Arbeit oder während einer ruhigen Pause. Ich würde zuerst die großen politischen und wirtschaftlichen Themen überfliegen, anschließend einen Artikel auswählen, der für meine Arbeit oder meine privaten Entscheidungen relevant ist, und mir die längeren Inhalte für später aufheben. Ein solcher Ablauf funktioniert besser, wenn man nicht versucht, alles sofort zu lesen. Die App belohnt aus meiner Sicht eher regelmäßige Auswahl als hektisches Durchscrollen.

Vertrauen beginnt bei der Erwartung an eine Nachrichten-App

Bei Nachrichten zählt Vertrauen für mich mehr als eine besonders auffällige Oberfläche. Ich möchte erkennen können, welche Themen im Mittelpunkt stehen, ob ein Artikel als Hintergrund oder als aktuelle Meldung gedacht ist und ob die App mich zum Lesen führt oder nur möglichst lange in Bewegung halten will. FOCUS Plus macht durch seine thematische Ausrichtung einen seriöseren Eindruck als ein beliebiger Nachrichtenstrom, trotzdem sollte man redaktionelle Inhalte nie mit einer vollständigen persönlichen Informationsprüfung verwechseln.

Gerade bei Politik und Finanzen ist es sinnvoll, wichtige Aussagen im vollständigen Artikel zu lesen und nicht nur aus Überschrift oder Vorschautext Schlüsse zu ziehen. Das ist kein spezielles Problem dieser App, aber bei einem Angebot, das ausdrücklich Fakten und mehrere anspruchsvolle Ressorts zusammenführt, fällt dieser Punkt besonders ins Gewicht. Ich würde die App als gute Grundlage für Orientierung verwenden, bei wichtigen Entscheidungen aber weiterhin Originalquellen und weitere seriöse Medien heranziehen.

Die öffentliche Resonanz fällt gemischt aus: Die App liegt bei einer durchschnittlichen Bewertung von 2,9 bei 69 Bewertungen und 43 Rezensionen. Diese Zahlen sind kein endgültiges Urteil, aber sie sind ein nützlicher Hinweis, die eigenen Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen. Eine solche Bewertung zeigt mir, dass der Nutzen offenbar nicht für alle gleichermaßen überzeugend ist. Vor einer dauerhaften Nutzung würde ich deshalb besonders auf Bedienkomfort, verfügbare Inhalte und den Umgang mit kostenpflichtigen Bereichen achten.

Mit mehr als 10.000 Installationen hat FOCUS Plus eine erkennbare Nutzerbasis, bleibt aber weit von einer universellen Nachrichtenplattform entfernt. Für mich spricht das dafür, die App nicht wegen ihrer Reichweite zu installieren, sondern wegen ihrer konkreten redaktionellen Ausrichtung. Wer bereits eine Nachrichtenquelle gefunden hat, deren Stil und Themenauswahl genau passen, wird durch die bloße Existenz einer weiteren App nicht automatisch einen Mehrwert bekommen.

Welche Kontrolle ich als Nutzer tatsächlich brauche

Bei einem Nachrichtenangebot sind sichtbare Nutzerentscheidungen besonders wichtig. Ich möchte selbst bestimmen, welche Themen ich öffne, ob ich einen kostenpflichtigen Bereich nutze und ob ich mich auf einen regelmäßigen Leserythmus einlasse. Ein kostenloser Download sollte nicht dazu führen, dass man unbemerkt von einer kurzen Probe zu einer laufenden Ausgabe gelangt. Deshalb würde ich bei jedem Kaufdialog genau lesen, was freigeschaltet wird und wie die Abrechnung über Google Play funktioniert.

Die möglichen In-App-Käufe reichen von 18,99 Euro bis 149,99 Euro bei Abrechnung über Google Play. Diese Spanne ist groß genug, dass man nicht einfach auf einen kleinen Einzelbetrag schließen sollte. Für mich ist das der wichtigste finanzielle Prüfpunkt vor einer Entscheidung. Ich würde zuerst einige kostenlose Inhalte testen, danach den genauen Umfang eines Angebots ansehen und erst dann überlegen, ob ein Kauf zum eigenen Leseverhalten passt.

Wer nur gelegentlich eine einzelne Meldung sucht, sollte besonders vorsichtig sein. Ein umfangreiches Nachrichtenangebot kann sich für regelmäßige Leser lohnen, aber nicht jeder braucht ein Plus-Modell. Wenn ich nur wissen möchte, was heute passiert ist, reichen möglicherweise frei zugängliche Nachrichtenquellen oder die App eines öffentlich-rechtlichen Angebots. FOCUS Plus wird interessanter, sobald ich nicht nur Schlagzeilen, sondern Einordnung und thematische Tiefe suche.

Ein weiterer praktischer Punkt ist die Kontoverwaltung. Vor einer kostenpflichtigen Nutzung würde ich darauf achten, über welches Konto der Kauf läuft, wo sich die Verwaltung der Abrechnung befindet und wie sich ein laufendes Angebot später beenden lässt. Diese Schritte liegen bei Käufen über Google Play nicht ausschließlich in der Nachrichten-App selbst. Wer das übersieht, kann leicht den Überblick verlieren, obwohl die App an sich kostenlos installiert wurde.

Mein wichtigster Tipp: Erst den kostenlosen Lesefluss prüfen, dann über ein Plus-Angebot entscheiden. Dabei würde ich nicht nur einen einzelnen Artikel öffnen, sondern mehrere Themenbereiche an verschiedenen Tagen testen. So merkt man, ob die Inhalte dauerhaft relevant sind oder nur während einer aktuellen Nachrichtenlage interessant wirken.

Datensensible Momente beim Lesen und Bezahlen

Bei einer Nachrichten-App denke ich nicht nur an Artikel, sondern auch an die Situationen, in denen persönliche Entscheidungen entstehen. Das beginnt beim Öffnen von Kaufseiten, geht über eine mögliche Anmeldung und endet bei der Verwaltung des eigenen Zugangs. Ich möchte an diesen Stellen klar erkennen, welche Auswahl ich treffe. Besonders bei einem Angebot mit verschiedenen kostenpflichtigen Stufen sollte der Unterschied zwischen kostenlosem Inhalt, einmaliger Zahlung und wiederkehrendem Zugang verständlich dargestellt sein.

Ich würde außerdem darauf achten, ob die App beim ersten Start oder beim Wechsel in einen geschützten Bereich um Erlaubnisse bittet. Entscheidend ist für mich nicht, möglichst viele Berechtigungen zu akzeptieren, sondern jede Abfrage einzeln zu bewerten. Eine Nachrichten-App muss nicht automatisch Zugriff auf alles erhalten, nur weil sie Nachrichten anzeigt. Wenn eine Berechtigung für eine Funktion nicht notwendig erscheint, würde ich sie zunächst ablehnen und prüfen, ob die Kernnutzung trotzdem funktioniert.

Wichtig ist auch der Unterschied zwischen dem Inhalt einer Nachricht und der persönlichen Nutzung. Meine Leseinteressen können sensible Rückschlüsse zulassen: Politik, Gesundheit, Geld und Wissenschaft sind nicht für jeden gleich unverfänglich. Deshalb würde ich FOCUS Plus nicht gedankenlos auf einem gemeinsam genutzten Gerät verwenden und bei einem öffentlichen WLAN besonders vorsichtig mit Anmeldungen und Zahlungen sein. Das ist eine allgemeine Sicherheitsgewohnheit, bei einer thematisch breiten Nachrichten-App aber besonders relevant.

Ich bewerte Vertrauen hier bewusst anhand sichtbarer Entscheidungen und nicht anhand von Annahmen über interne Abläufe. Aus der App selbst lässt sich für mich vor allem beurteilen, ob Kaufoptionen nachvollziehbar sind, ob der Zugang verständlich bleibt und ob ich die Nutzung ohne unnötige Hürden steuern kann. Aussagen über unsichtbare Datenpraktiken würde ich nicht aus dem bloßen Erscheinungsbild ableiten. Für eine persönliche Entscheidung ist es sinnvoller, die im jeweiligen App-Store angezeigten Hinweise zu Datenschutz und Berechtigungen direkt zu lesen.

Das gilt auch für Benachrichtigungen. Falls die App Nachrichtenhinweise anbietet, würde ich nur die Themen aktivieren, die mir wirklich wichtig sind. Zu viele Meldungen machen aus einem geplanten Überblick schnell eine dauernde Unterbrechung. Mein bevorzugter Umgang wäre, Benachrichtigungen sparsam einzusetzen und die App zu festen Zeiten zu öffnen. So bleibt die Entscheidung, wann ich Nachrichten konsumiere, stärker bei mir.

Version, Geräte und praktische Alltagstauglichkeit

Die aktuelle Version ist 1.52.0 und läuft ab Android 7.0. Damit ist die technische Einstiegshürde vergleichsweise niedrig, was für ältere Android-Geräte hilfreich sein kann. Trotzdem würde ich nicht allein aus der Mindestversion auf eine gleich gute Erfahrung auf jedem Gerät schließen. Nachrichten-Apps hängen stark von Bildschirmgröße, Systemleistung, Netzqualität und der Darstellung längerer Texte ab.

Auf einem größeren Smartphone oder Tablet stelle ich mir das Lesen längerer Beiträge angenehmer vor als auf einem kleinen, älteren Display. Wer hauptsächlich unterwegs liest, sollte außerdem bedenken, dass Nachrichteninhalte nicht überall gleich bequem geladen werden. In einem schwachen Mobilfunknetz kann ein schneller Überblick weniger angenehm sein als eine lokal verfügbare Zeitschrift oder eine schlanke Text-App. Für mich ist das ein praktischer Grund, FOCUS Plus nicht als einzige Informationsquelle für Reisen oder längere Offline-Zeiten einzuplanen.

Die App ist ab 0 Jahren freigegeben. Diese Altersfreigabe sagt vor allem etwas über die grundsätzliche technische Einstufung aus, nicht darüber, dass jedes politische oder wirtschaftliche Thema für Kinder verständlich oder interessant wäre. Eltern sollten daher eher auf die Inhalte und den gemeinsamen Umgang mit Nachrichten achten als nur auf das Alterssymbol. Für Erwachsene ist die Freigabe vor allem ein Hinweis, dass keine altersbeschränkte App-Kategorie im Vordergrund steht.

Beim Lesen würde ich mir eine einfache persönliche Routine aufbauen: zuerst die Übersicht, dann höchstens zwei oder drei Themen öffnen, anschließend einen längeren Artikel markieren oder mental für später einplanen. Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass man nicht in einem endlosen Nachrichtenstrom hängen bleibt. Der Nachteil ist, dass die App allein keine Garantie bietet, dass man ausgewogen informiert ist. Eine eigene Auswahlroutine bleibt notwendig.

Für wen sich FOCUS Plus lohnt und wer besser weiter sucht

Ich sehe den größten Nutzen bei Leserinnen und Lesern, die regelmäßig Zeit für Nachrichten einplanen und sich besonders für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Finanzen interessieren. Wer beruflich mit Unternehmen, Märkten, gesellschaftlichen Entwicklungen oder Forschung zu tun hat, kann von einer gebündelten Themenauswahl profitieren. Auch Menschen, die nicht jeden Tag mehrere Webseiten durchsuchen möchten, finden in einer spezialisierten App einen bequemeren Einstieg.

Für Einsteiger ist das Angebot dann sinnvoll, wenn sie sich nicht mit kurzen Schlagzeilen zufriedengeben möchten. Ich würde jedoch empfehlen, zunächst herauszufinden, ob der redaktionelle Stil verständlich genug ist. Fachbegriffe aus Wirtschaft und Finanzen können selbst dann anspruchsvoll bleiben, wenn ein Artikel gut geschrieben ist. Wer sehr einfache Erklärungen für jede Meldung sucht, könnte mit einer speziell auf Nachrichtenbildung ausgerichteten Anwendung besser zurechtkommen.

Nicht meine erste Empfehlung wäre die App für Menschen, die ausschließlich lokale Nachrichten, Sport, Wetter oder Verkehrsmeldungen benötigen. Die Stärke von FOCUS Plus liegt in den übergeordneten Ressorts und der politischen sowie wirtschaftlichen Einordnung. Für einen schnellen lokalen Überblick wäre eine regionale Nachrichtenquelle wahrscheinlich direkter. Ebenso passt sie weniger zu Personen, die Nachrichten grundsätzlich nur über soziale Netzwerke oder kurze Videoclips konsumieren.

Im Vergleich zu kostenlosen Nachrichtenportalen wirkt ein Plus-Modell zunächst weniger flexibel, weil der Zugang zu bestimmten Inhalten an ein Kaufangebot gekoppelt sein kann. Dafür kann ein redaktionell gebündeltes Angebot übersichtlicher sein als viele einzelne Webseiten mit unterschiedlichen Layouts und Werbeformen. Gegenüber einer gedruckten Zeitschrift bietet die App mehr Nähe zum aktuellen Geschehen und lässt sich leichter in kurze Tagesabschnitte einbauen. Eine gedruckte Ausgabe kann wiederum ruhiger wirken und weniger von Akku, Netz und Kontoverwaltung abhängen.

Auch gegenüber einer allgemeinen News-Aggregator-App hat FOCUS Plus einen klaren Unterschied: Ein Aggregator sammelt häufig viele Quellen und Perspektiven, während hier die redaktionelle Auswahl stärker im Mittelpunkt steht. Das kann das Lesen vereinfachen, reduziert aber möglicherweise die unmittelbare Vielfalt. Ich würde deshalb nicht versuchen, beide Modelle gegeneinander auszuspielen. Für Orientierung nutze ich ein kuratiertes Angebot, für Gegencheck und unterschiedliche Sichtweisen ergänze ich weitere Quellen.

Mein Umgang mit dem Bezahlmodell

Der kostenlose Download ist ein guter Grund, die App ohne großes Risiko zunächst kennenzulernen. Ich würde dabei bewusst nicht sofort auf einen Kaufbutton tippen, sondern prüfen, wie viel Inhalt im normalen Alltag tatsächlich zugänglich ist. Entscheidend ist nicht, ob ein Plus-Zugang grundsätzlich attraktiv klingt, sondern ob ich ihn mindestens mehrmals pro Woche nutzen würde.

Die genannte Preisspanne bis 149,99 Euro macht deutlich, dass die Angebote sehr unterschiedlich ausfallen können. Deshalb sollte man den konkreten Kaufdialog lesen, bevor man bestätigt. Ich würde auf Laufzeit, Zahlungsintervall, enthaltene Leistungen und die Verwaltung über Google Play achten. Wer nur einen einzelnen Hintergrundartikel im Monat liest, braucht wahrscheinlich kein umfangreiches Paket.

Für regelmäßige Leser kann ein kostenpflichtiger Zugang dennoch sinnvoll sein, wenn die zusätzlichen Inhalte genau die Themen abdecken, die man sonst mühsam aus mehreren Quellen zusammensuchen würde. Der Wert liegt dann nicht allein in der Menge, sondern in der Zeitersparnis und der Möglichkeit, sich konzentrierter mit einem Thema zu beschäftigen. Diese Rechnung ist persönlich: Für mich wäre sie nur überzeugend, wenn ich die App als festen Bestandteil meiner Woche nutze.

Ich würde außerdem vermeiden, eine Kaufentscheidung während einer besonders aufregenden Nachrichtenlage zu treffen. In solchen Momenten wirkt jedes zusätzliche Angebot wichtiger, als es im normalen Alltag vielleicht ist. Besser ist ein Test über mehrere unterschiedliche Nachrichtentage hinweg. So zeigt sich, ob FOCUS Plus auch dann nützlich bleibt, wenn gerade kein außergewöhnliches Ereignis die Aufmerksamkeit bindet.

Was mir an der Nutzung gefällt und wo Reibung entsteht

Mir gefällt die klare thematische Idee. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen ergeben zusammen ein Profil, das über reine Tagesmeldungen hinausgeht. Die App kann dadurch helfen, Zusammenhänge zu entdecken und Nachrichten nicht nur als einzelne Ereignisse wahrzunehmen. Besonders angenehm finde ich den Gedanken, nicht für jedes Ressort eine eigene Anwendung öffnen zu müssen.

Die Reibung entsteht dort, wo ein Leser schnelle Klarheit über den tatsächlichen Umfang des kostenlosen Angebots und der Plus-Inhalte braucht. Bei einer Nachrichten-App sollte der Übergang zwischen Übersicht, Artikel und Kaufoption nicht verwirren. Ich würde jede Stelle kritisch betrachten, an der eine Überschrift Interesse weckt, der vollständige Inhalt aber erst nach einer weiteren Entscheidung sichtbar wird. Das ist nicht automatisch schlecht, muss aber transparent bleiben.

Auch die durchschnittliche Bewertung von 2,9 lässt mich die Bedienung nicht blind voraussetzen. Ich würde die App nach der Installation nicht sofort als Hauptquelle festlegen, sondern sie mit meinen bisherigen Nachrichtenwegen vergleichen. Öffnen sich relevante Artikel schnell? Finde ich zurück zu einem Thema? Verstehe ich, welche Inhalte frei sind? Solche Fragen sind im Alltag aussagekräftiger als eine einzelne Werbeaussage.

Ein nicht offensichtlicher Vorteil einer thematisch gebündelten App ist die Möglichkeit, die eigene Aufmerksamkeit bewusster zu lenken. Statt ständig neue Quellen zu wechseln, kann ich mir eine kleine Leseliste aus verschiedenen Ressorts zusammenstellen. Der Nachteil ist die Gefahr einer redaktionellen Einseitigkeit, wenn ich ausschließlich einer Quelle folge. Mein praktischer Kompromiss wäre daher: FOCUS Plus für den strukturierten Einstieg, weitere Quellen für wichtige Faktenchecks und abweichende Perspektiven.

Mein vorsichtiges Urteil nach dem Test

FOCUS Plus ist für mich eine interessante Nachrichten-App für Menschen, die mehr suchen als kurze Meldungen und sich regelmäßig mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen beschäftigen. Die kostenlose Installation, die breite Themenauswahl und die niedrige Android-Einstiegsversion machen den ersten Test leicht. Gleichzeitig sollte man das Angebot nicht mit einer vollständig kostenlosen Nachrichtenquelle verwechseln, denn die In-App-Käufe können bis zu 149,99 Euro reichen.

Ich würde die App Freunden empfehlen, die gerne einen redaktionell gebündelten Überblick lesen und bereit sind, vor einem Kauf genau hinzusehen. Meine Empfehlung wäre ausdrücklich: erst mehrere Ressorts testen, dann die Kaufbedingungen prüfen und die Abrechnung über Google Play im Blick behalten. Wer nur lokale Meldungen, kostenlose Kurznews oder viele unterschiedliche Quellen braucht, ist mit einer anderen Lösung wahrscheinlich besser bedient.

Vertrauen entsteht für mich hier nicht durch große Versprechen, sondern durch nachvollziehbare Nutzerentscheidungen. Ich möchte wissen, was ich lese, was ein Plus-Zugang umfasst und welche Kontrolle ich über Benachrichtigungen, Konto und Zahlungen behalte. Wenn diese Punkte im eigenen Alltag klar und angenehm funktionieren, kann FOCUS Plus ein nützlicher Begleiter sein. Wenn der kostenlose Umfang zu knapp wirkt oder die Kosten nicht zum eigenen Leseverhalten passen, sollte man ohne schlechtes Gewissen bei kostenlosen Alternativen bleiben.

Unterm Strich ist die App kein automatischer Ersatz für alle anderen Informationsquellen. Sie ist eher ein konzentrierter Zugang zu bestimmten Themen mit dem Anspruch, den Nachrichtenkonsum strukturierter zu machen. Genau darin liegt ihre Chance, aber auch ihre Grenze. Ich würde sie installieren, einige Tage bewusst ausprobieren und erst danach entscheiden, ob sie wirklich einen festen Platz in meinem täglichen Nachrichtenablauf verdient.

Vorteile

  • Übersichtliche Oberfläche erleichtert den schnellen Zugriff auf Fokusfunktionen.
  • Hilft dabei
  • Ablenkungen im Alltag bewusster zu reduzieren.
  • Kurze Nutzungseinheiten lassen sich unkompliziert in den Tagesablauf integrieren.
  • Die Anwendung eignet sich auch für Einsteiger ohne Vorkenntnisse.
  • Fortschritte können die Motivation zu regelmäßigem Üben erhöhen.

Nachteile

  • Der Nutzen hängt stark von konsequenter und regelmäßiger Anwendung ab.
  • Einige Funktionen könnten hinter einem kostenpflichtigen Zugang liegen.
  • Nicht jede Fokusmethode passt zu individuellen Arbeits- oder Lerngewohnheiten.
  • Längere Sitzungen können bei empfindlichen Nutzern ermüdend wirken.
  • Ohne zusätzliche Planung ersetzt die App keine vollständige Aufgabenverwaltung.
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Häufig gestellte Fragen

Was ist FOCUS Plus und welche Inhalte bietet die App?

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