Einfach Retten

Medizin

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Wer medizinische Notfälle lernen oder typische Abläufe im Rettungsdienst besser verstehen möchte, bekommt mit Einfach Retten einen ungewöhnlichen Zugang: Statt nur Begriffe zu lesen, arbeitet man sich durch realistisch angelegte Notfall-Simulationen. Ich finde diesen Ansatz deutlich greifbarer als reine Karteikarten, weil Entscheidungen nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern in einer Situation getroffen werden müssen. Die App richtet sich an Rettungsdienst, Ausbildung und Medizinstudium, kann aber auch für Menschen interessant sein, die medizinische Abläufe aus persönlichem Interesse kennenlernen möchten.

Mein Eindruck nach der Nutzung ist allerdings nicht der einer lockeren Lern-App für zwischendurch. Die Szenarien verlangen Aufmerksamkeit, und genau darin liegt ihre Stärke. Wer einfach schnell ein paar Fakten abfragen möchte, ist mit einem klassischen Lernprogramm wahrscheinlich schneller. Wer dagegen nachvollziehen will, wie sich eine Notfallsituation Schritt für Schritt entwickelt und weshalb eine Entscheidung Folgen hat, findet hier ein wesentlich anschaulicheres Format.

Wie die Notfall-Simulationen im Alltag funktionieren

Entwickelt wurde die medizinische App von Gleea Educational Software GmbH. Sie ist kostenlos erhältlich, wobei über Google Play zusätzliche Käufe zwischen 2,49 € und 34,99 € abgerechnet werden können. Die kostenlose Einstiegshürde ist damit niedrig, aber ich würde vor dem intensiven Einsatz prüfen, welche Inhalte bereits zugänglich sind und welche Erweiterungen für den eigenen Lernweg relevant werden.

Die Oberfläche ist auf eine konkrete Aufgabe ausgerichtet: eine Notfallsituation einschätzen, Prioritäten setzen und sich durch den Ablauf arbeiten. Das wirkt sinnvoller als eine lange Liste medizinischer Definitionen, weil man sich nicht nur fragt, was ein Begriff bedeutet, sondern auch, wann er in einer Lage wichtig wird. Gerade für Lernende, die beim Lesen von Lehrbüchern schnell den roten Faden verlieren, kann diese Verbindung zwischen Befund und Handlung hilfreich sein.

Ich würde die Anwendung nicht als Ersatz für Unterricht, praktische Übungen oder eine qualifizierte Anleitung verstehen. Eine Simulation kann keine echte Untersuchung, Kommunikation mit einem Patienten oder Teamarbeit am Einsatzort nachbilden. Ihr Wert liegt eher darin, Denkwege zu trainieren und theoretisches Wissen in eine Reihenfolge zu bringen. Das macht sie besonders interessant als Ergänzung vor einer Unterrichtseinheit oder zur Wiederholung danach.

Die Bewertung von 4,8 aus 843 abgegebenen Bewertungen zeigt, dass die App bei vielen Nutzern gut ankommt. Dazu passen auch die mehr als 50.000 Installationen. Solche Zahlen sagen natürlich nicht, ob sie für jede Zielgruppe passt, aber sie machen deutlich, dass es sich nicht um ein völlig unbekanntes Nischenprojekt handelt. Für mich ist wichtiger, dass Konzept und Zielgruppe zusammenpassen: Die App versucht nicht, medizinisches Lernen zu vereinfachen, indem sie alles auf einzelne Quizfragen reduziert.

Wenn die Verbindung zum Mitspieler wird

Bei einer App, die mit Szenarien und Lerninhalten arbeitet, beeinflusst die Verbindung zum Internet die Nutzung stärker als bei einem einfachen Taschenrechner oder einer lokal gespeicherten Notiz. Beim ersten Einrichten, beim Abruf von Inhalten oder beim Aktualisieren kann eine stabile Verbindung entscheidend sein. Ich würde deshalb nicht erst im Einsatzfahrzeug oder in einem schlecht versorgten Gebäude herausfinden wollen, wie zuverlässig der aktuelle Inhalt geladen wird.

Das ist kein Vorwurf an die Simulation selbst, sondern eine praktische Frage des Einsatzortes. Wer zu Hause mit WLAN lernt, erlebt die Anwendung anders als jemand, der zwischen Unterricht, Bahn und Bereitschaftsraum wechselt. Besonders bei längeren Szenarien stört es, wenn man sich auf einen Lernfluss eingestellt hat und dann erst auf eine Verbindung warten muss. Deshalb gehört für mich zur Vorbereitung nicht nur die Auswahl des Themas, sondern auch der Blick darauf, ob der nächste Lernschritt tatsächlich erreichbar ist.

Ein sinnvoller Arbeitsablauf ist, die App vor einer Lernphase zu öffnen, die gewünschten Inhalte in Ruhe auszuwählen und nicht erst unterwegs mit dem gesamten Material zu beginnen. So merkt man früh, ob der eigene Standort geeignet ist. Ich würde außerdem vermeiden, wichtige Prüfungsvorbereitung ausschließlich auf einen spontanen Zugriff im mobilen Netz zu stützen. Für kurze Wiederholungen kann das funktionieren; für eine konzentrierte Szenarioarbeit ist ein verlässlicher Zugang deutlich angenehmer.

Die Verbindung prägt auch die Erwartung an die App. Wenn ich ein gedrucktes Lehrbuch aufschlage, weiß ich, dass die nächste Seite sofort da ist. Bei einer digitalen Simulation kann dagegen das Laden, Aktualisieren oder erneute Öffnen Teil der Erfahrung werden. Wer diese Besonderheit einplant, wird weniger enttäuscht sein. Wer eine jederzeit vollständig unabhängige Lösung sucht, sollte seine Entscheidung davon abhängig machen, wie wichtig ihm ein ununterbrochener Zugriff ist.

Unterwegs lernen, ohne die Situation falsch einzuschätzen

Die App läuft ab Android 7.0 und ist damit grundsätzlich auch für Geräte geeignet, die nicht mehr zu den neuesten Modellen gehören. Das ist für Lernende praktisch, die ein älteres Smartphone als Zweitgerät verwenden oder nicht für jede Ausbildungs-App ein neues Telefon anschaffen möchten. Trotzdem bleibt die tatsächliche Alltagstauglichkeit von Bildschirmgröße, Bedienkomfort und Netzqualität abhängig.

Auf dem Smartphone sehe ich den größten Vorteil in kurzen, klar abgegrenzten Lerneinheiten. Eine Wartezeit vor dem Unterricht oder eine ruhige Pause kann ausreichen, um ein Szenario erneut durchzugehen. Ich würde jedoch nicht versuchen, die App während des Gehens, im überfüllten Bus oder parallel zu anderen Aufgaben zu nutzen. Medizinische Entscheidungen verdienen Aufmerksamkeit, und die Simulation verliert ihren Lernwert, wenn man Antworten nur schnell antippt.

Für Tablets oder größere Bildschirme kann die Darstellung angenehmer sein, besonders wenn ein Szenario mehrere Informationen gleichzeitig verlangt. Das heißt nicht automatisch, dass ein größeres Gerät immer besser ist. Ein Smartphone ist leichter verfügbar und eignet sich für spontane Wiederholungen; ein größerer Bildschirm unterstützt eher längere Sitzungen am Schreibtisch. Meine Empfehlung wäre daher, das Gerät nach dem Lernziel auszuwählen: unterwegs kurz festigen, zu Hause gründlicher analysieren.

Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 6 Jahren. Das sollte niemand mit einer Empfehlung für kleine Kinder verwechseln. Die Inhalte sind medizinisch ausgerichtet und verlangen ein gewisses Verständnis für Sprache, Zusammenhänge und Verantwortung. Für ein Kind kann die Freigabe zwar bedeuten, dass keine problematische Darstellung im Sinne der Alterskennzeichnung erwartet wird; sinnvoll genutzt wird die App aber vor allem von älteren Schülern, Auszubildenden, Studierenden und Erwachsenen.

Ein realistisches Alltagsszenario wäre ein Auszubildender, der am Abend vor einer Unterrichtseinheit nicht noch ein komplettes Kapitel lesen möchte. Er könnte ein bekanntes Szenario erneut bearbeiten, bei jeder Entscheidung kurz begründen, warum er sie trifft, und anschließend die Stellen markieren, an denen er unsicher war. Am nächsten Tag lassen sich genau diese Punkte im Unterricht ansprechen. Der entscheidende Gewinn liegt dann nicht darin, möglichst viele Durchläufe zu schaffen, sondern eigene Denkfehler sichtbar zu machen.

Was passiert bei Unterbrechungen und Fehlern?

Bei mobilen Lern-Apps ist nicht nur die fachliche Qualität wichtig, sondern auch die Frage, wie gut sie mit dem echten Alltag klarkommen. Ein Anruf, ein leerer Akku, ein Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk oder das versehentliche Schließen der App kann eine Sitzung unterbrechen. Gerade bei einer Simulation ist das ärgerlicher als bei einer einzelnen Vokabel, weil man sich bereits in einen Ablauf hineingedacht hat.

Ich würde deshalb längere Durchläufe eher an einem ruhigen Ort starten und das Telefon nicht nebenbei für andere Aufgaben verwenden. Vor einer wichtigen Lernrunde hilft es, den Akkustand zu prüfen und eine stabile Verbindung zu wählen. Das klingt banal, verhindert aber genau die Art von Unterbrechung, die den Lerneffekt schwächt. Für eine spontane Fünf-Minuten-Einheit ist die Hürde geringer; für eine vollständige Bearbeitung lohnt sich etwas Vorbereitung.

Fehler sind in diesem Format nicht bloß ein negatives Ergebnis. Sie können zeigen, an welcher Stelle die eigene Einschätzung zu früh festgelegt wurde oder welche Information man übersehen hat. Ich würde eine falsche Entscheidung deshalb nicht sofort wegklicken. Besser ist es, den Ablauf noch einmal zu betrachten und sich zu fragen, welche Beobachtung die Entscheidung hätte verändern müssen. Dieser zweite Durchgang ist oft wertvoller als ein schneller Erfolg beim ersten Versuch.

Die Simulation sollte dabei nicht den Eindruck erwecken, man könne reale Notfälle durch wiederholtes Tippen sicher beherrschen. In der Wirklichkeit fehlen selten nur einzelne Wissensbausteine; häufig kommen Zeitdruck, unvollständige Angaben, Teamkommunikation und unübersichtliche Umstände hinzu. Genau hier muss man die Grenze der App im Kopf behalten. Sie kann die strukturierte Vorbereitung verbessern, aber sie macht aus einem Laien keine Einsatzkraft und ersetzt keine praktische Qualifikation.

Auch bei technischen Problemen würde ich nicht einfach annehmen, dass jede Sitzung automatisch genauso weitergeht, wie man sie verlassen hat. Wer einen bestimmten Lernstand sichern möchte, sollte nach einer Unterbrechung kontrollieren, ob der aktuelle Abschnitt noch geöffnet ist, bevor er sich auf das Ergebnis verlässt. Diese kleine Vorsicht ist besonders wichtig, wenn man mit begrenzter Zeit lernt und nicht unnötig von vorn beginnen möchte.

Datensparsam und bewusst mit der App arbeiten

Wer unterwegs lernt, sollte den Datenverbrauch nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Geschwindigkeit betrachten. Inhalte, Aktualisierungen und eventuell zusätzliche Bestandteile können im mobilen Netz anders ins Gewicht fallen als im heimischen WLAN. Ich würde neue Inhalte daher bevorzugt zu Hause oder über eine vertrauenswürdige Verbindung öffnen und mobile Nutzung eher für bereits geplante kurze Einheiten einplanen.

Das hat zwei Vorteile: Die Sitzung startet voraussichtlich ruhiger, und man weiß besser, worauf man sich einlässt. Außerdem lässt sich die eigene Lernzeit bewusster strukturieren. Statt unterwegs wahllos verschiedene Bereiche anzutippen, kann man vorher ein konkretes Ziel setzen, etwa ein Szenario vollständig zu analysieren oder nur eine bekannte Unsicherheit zu überprüfen. So wird die App nicht zu einem Datenstrom, sondern zu einem Werkzeug mit klarer Aufgabe.

Bei kostenlosen Apps mit optionalen Käufen ist es ebenfalls sinnvoll, den eigenen Bedarf zu prüfen. Der kostenlose Zugang kann reichen, wenn man das Konzept erst kennenlernen möchte. Wer die App regelmäßig in Ausbildung oder Studium einsetzen will, sollte dagegen überlegen, ob die verfügbaren Inhalte den eigenen Schwerpunkt abdecken und ob zusätzliche Käufe einen echten Lernfortschritt bringen. Ich würde nicht automatisch jedes Paket nehmen, nur weil es angeboten wird.

Die Preisstufen von 2,49 € bis 34,99 € über Google Play zeigen, dass zwischen kleinen und umfangreicheren Käufen unterschieden wird. Für eine faire Entscheidung zählt weniger der höchste mögliche Betrag als die Frage, wie oft man die Inhalte tatsächlich nutzt. Ein einzelner neugieriger Test rechtfertigt für mich keine große Ausgabe. Bei regelmäßiger Vorbereitung kann ein passender Zusatz dagegen sinnvoller sein als mehrere verstreute Lern-Apps, die jeweils nur einen kleinen Teil abdecken.

Für sensible Lernumgebungen würde ich außerdem darauf achten, die App nicht während eines echten Einsatzes als improvisierte Entscheidungshilfe zu verwenden. Eine Notfall-Simulation gehört in die Vorbereitung, nicht an die Stelle professioneller Leitlinien oder der Anweisungen des zuständigen Teams. Diese Trennung ist ein wichtiger Teil der datensparsamen und verantwortungsvollen Nutzung: Das Smartphone soll beim Lernen helfen, aber nicht unnötig zum Mittelpunkt einer realen medizinischen Situation werden.

Stärken gegenüber Karteikarten und klassischen Lern-Apps

Die üblichen Alternativen in der medizinischen Kategorie arbeiten oft mit Karteikarten, Multiple-Choice-Fragen oder langen Texten. Diese Formate sind nützlich, wenn man Definitionen, Fachbegriffe oder Abläufe schnell wiederholen möchte. Ich greife selbst gern darauf zurück, wenn ich bereits weiß, welche Information fehlt. Ihr Nachteil ist, dass sie die Reihenfolge und den Druck einer Situation nur begrenzt vermitteln.

Einfach Retten setzt an einer anderen Stelle an. Die Simulation zwingt mich eher dazu, Informationen zu gewichten und nicht jede Einzelheit gleich zu behandeln. Das ist der nicht offensichtliche Mehrwert: Man trainiert nicht nur das Erinnern, sondern die Verbindung zwischen Wahrnehmung, Priorität und nächstem Schritt. Für Rettungsdienst und Medizinstudium ist das näher an der Art des Denkens, die später in Fallbesprechungen gebraucht wird, auch wenn die digitale Umgebung die Praxis nicht ersetzen kann.

Gegenüber einem Lehrbuch ist die App zugänglicher, wenn ich einen konkreten Ablauf wiederholen möchte. Gegenüber einer reinen Quiz-App ist sie anspruchsvoller, weil eine Antwort nicht nur als richtig oder falsch interessant ist, sondern in einen größeren Verlauf gehört. Dafür ist sie weniger geeignet, wenn ich in kurzer Zeit sehr viele einzelne Fakten abfragen will. In diesem Fall bleibt eine gute Karteikarten-App oft die effizientere Ergänzung.

Mein wichtigster Tipp ist, die Simulation nicht passiv zu konsumieren. Vor jeder Entscheidung würde ich laut oder schriftlich festhalten, welche Information gerade ausschlaggebend ist. Danach kann man prüfen, ob die eigene Begründung zum weiteren Verlauf passt. Diese Methode macht aus dem Durchspielen eine kleine Fallanalyse und verhindert, dass man sich nur an die richtige Schaltfläche erinnert, ohne den medizinischen Zusammenhang zu verstehen.

Für wen sich der Download lohnt und wer besser weiter sucht

Besonders gut passt die App zu Menschen, die bereits einen Bezug zu medizinischer Ausbildung haben oder sich systematisch auf Notfallsituationen vorbereiten möchten. Auszubildende im Rettungsdienst können sie zur Wiederholung nutzen, Studierende zur Ergänzung von Fallarbeit und Lehrende möglicherweise als Gesprächseinstieg. Auch interessierte Laien können etwas daraus mitnehmen, solange sie die Simulation als Lernmaterial und nicht als Handlungsanweisung für echte Notfälle verstehen.

Weniger passend ist sie für Nutzer, die eine einfache Gesundheits-App für tägliche Messwerte, Medikamentenerinnerungen oder Arzttermine suchen. Dafür ist das Konzept zu stark auf Notfall-Simulation ausgerichtet. Ebenso sollte man eine andere Lösung wählen, wenn man ausschließlich vollständig textbasierte Inhalte, umfangreiche Nachschlagefunktionen oder eine sehr kurze tägliche Abfrage möchte. Die Stärke liegt nicht in maximaler Breite, sondern in der szenariobasierten Auseinandersetzung.

Auch wer regelmäßig ohne verlässliche Verbindung lernen muss, sollte den mobilen Ablauf vorab realistisch testen. Die App kann unterwegs attraktiv sein, aber ein schlechter Empfang verändert die Erfahrung. Für längere Lernphasen würde ich einen festen Ort mit stabiler Verbindung bevorzugen. Für kurze Wiederholungen unterwegs kann sie dagegen gut funktionieren, sofern der gewünschte Inhalt ohne unnötige Wartezeit erreichbar ist.

Aktuell ist die App in Version 8.5.0 verfügbar. Das ist für mich ein Hinweis, dass sie als fortlaufend gepflegtes Produkt wahrgenommen werden kann, aber die Versionsnummer allein sagt nichts über die Qualität jedes einzelnen Inhalts aus. Entscheidend bleibt, ob die Szenarien zum eigenen Ausbildungsstand passen und ob man bereit ist, die Ergebnisse kritisch mit Unterricht, Fachliteratur und offiziellen Vorgaben abzugleichen.

Mein Urteil zur Verbindung von Technik und Notfalllernen

Einfach Retten überzeugt mich vor allem dann, wenn ich medizinisches Wissen nicht nur auswendig lernen, sondern in einer nachvollziehbaren Entscheidungskette anwenden möchte. Die App macht Notfallthemen greifbarer und bietet einen anderen Lernrhythmus als Karteikarten oder reine Textsammlungen. Besonders wertvoll finde ich die Möglichkeit, eigene Denkfehler in einem kontrollierten Szenario zu erkennen und anschließend gezielt nachzuarbeiten.

Die Verbindung zum Internet gehört jedoch zur praktischen Bewertung. Ich würde die App nicht als Werkzeug einplanen, auf das ich in jedem mobilen oder hektischen Moment blind angewiesen bin. Für die konzentrierte Nutzung zu Hause, im Ausbildungsraum oder an einem anderen gut versorgten Ort sehe ich deutlich weniger Reibung. Wer offline absolute Sicherheit erwartet, sollte seine Entscheidung erst nach einem eigenen Test des gewünschten Lernablaufs treffen und die App nicht als alleinige Vorbereitung einplanen.

Unterm Strich ist das eine empfehlenswerte medizinische Lern-App für Nutzer, die Szenarien ernsthaft bearbeiten möchten. Der kostenlose Einstieg erleichtert das Ausprobieren, während optionale Käufe den weiteren Umfang beeinflussen können. Meine Empfehlung an Freunde wäre deshalb klar, aber nicht pauschal: herunterladen, ein Szenario mit Ruhe testen, die eigene Lernweise beobachten und erst danach entscheiden, ob die Simulation besser zum persönlichen Bedarf passt als eine klassische Quiz- oder Karteikartenlösung.

Vorteile

  • Übersichtliche Bedienung
  • die auch in Stresssituationen schnell verständlich bleibt.
  • Praktische Erste-Hilfe-Anleitungen für verschiedene Notfälle.
  • Hilfreich für unterwegs
  • auch ohne umfangreiche Vorkenntnisse.
  • Wichtige Informationen sind kompakt und schnell auffindbar.
  • Sinnvolle Ergänzung zu einem Erste-Hilfe-Kurs und persönlicher Vorbereitung.

Nachteile

  • Ersetzt weder professionelle medizinische Hilfe noch einen Erste-Hilfe-Kurs.
  • Der Nutzen hängt stark von aktuellen und vollständigen Inhalten ab.
  • Für manche Funktionen kann eine Internetverbindung erforderlich sein.
  • Nicht jede Notfallsituation lässt sich mit einer App abdecken.
  • Regelmäßige Aktualisierungen sind wichtig
  • damit Angaben zuverlässig bleiben.
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Kategorie
Medizin
Version
8.5.0

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Einfach Retten und für wen ist die App geeignet?

Einfach Retten ist eine deutschsprachige Anwendung, die dabei helfen soll, in Notfallsituationen schnell die richtigen Informationen und Handlungsschritte zu finden. Sie richtet sich an Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse ebenso wie an Ersthelfer, Familien und Personen, die sich besser auf Unfälle oder gesundheitliche Notfälle vorbereiten möchten. Die Inhalte sind verständlich aufgebaut und auf eine schnelle Orientierung ausgelegt.

Kann Einfach Retten eine professionelle medizinische Behandlung ersetzen?

Nein. Einfach Retten ist ausschließlich als unterstützende Informations- und Orientierungshilfe gedacht und ersetzt weder den Rettungsdienst noch eine ärztliche Untersuchung oder professionelle Erste-Hilfe-Ausbildung. Bei akuter Gefahr sollten Nutzer unverzüglich den Notruf 112 wählen und die Anweisungen der Leitstelle befolgen. Die App kann helfen, ruhig zu bleiben und grundlegende Maßnahmen nachzuschlagen, darf aber nicht zu einer Verzögerung professioneller Hilfe führen.

Funktioniert Einfach Retten auch ohne Internetverbindung?

Ob alle Inhalte offline verfügbar sind, hängt von der jeweiligen Version und der technischen Umsetzung der App ab. Nach der Installation empfiehlt es sich deshalb, wichtige Bereiche einmal vollständig zu öffnen und zu prüfen, ob sie auch ohne mobile Daten oder WLAN erreichbar sind. Gerade unterwegs, auf Reisen oder bei einem Netzausfall sollte man sich nicht ausschließlich auf die App verlassen, sondern zusätzlich grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse besitzen.

Welche Informationen bietet Einfach Retten im Notfall?

Die App konzentriert sich auf verständliche Hinweise für typische Notfallsituationen und soll Nutzern eine schnelle erste Orientierung geben. Je nach Inhalt können dazu beispielsweise Verhalten bei Verletzungen, Bewusstlosigkeit oder anderen akuten Beschwerden gehören. Die einzelnen Schritte sollten aufmerksam gelesen und nur im Rahmen der eigenen Möglichkeiten durchgeführt werden. Bei Unsicherheit, schweren Symptomen oder einer Verschlechterung ist immer sofort professionelle Hilfe zu verständigen.

Ist Einfach Retten kostenlos und welche Berechtigungen werden benötigt?

Ob Einfach Retten kostenlos angeboten wird oder optionale kostenpflichtige Funktionen enthält, kann je nach Betriebssystem, Version und Anbieter variieren. Vor dem Download sollten Nutzer deshalb die Angaben im jeweiligen App Store prüfen. Ebenso lohnt sich ein Blick auf die angeforderten Berechtigungen und die Datenschutzerklärung. Für eine Erste-Hilfe-Anwendung sollten Berechtigungen nachvollziehbar sein; unnötige Zugriffe auf persönliche Daten sollten kritisch hinterfragt werden.

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