ECG Buddy | ECG Analysis AI

Medizin

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Wer im klinischen Alltag ein EKG schnell einordnen muss, kennt das Problem: Zwischen Untersuchung, Dokumentation und Übergabe bleibt oft wenig Zeit, um jede Kurve in Ruhe zu betrachten. ECG Buddy von ARPI Inc. setzt genau an diesem Punkt an. Die Medizin-App nutzt künstliche Intelligenz zur EKG-Analyse und richtet sich ausdrücklich an Ärzte, Pflegekräfte, medizinisch-technische Assistenten und Rettungssanitäter. Ich sehe sie dabei nicht als Ersatz für Erfahrung oder ärztliche Verantwortung, sondern als zusätzliches Werkzeug für eine erste strukturierte Einschätzung.

Mein Eindruck nach der Nutzung ist zwiespältig, aber grundsätzlich positiv: Die Anwendung hat einen klaren Zweck und wirkt besonders dort interessant, wo eine schnelle zweite Perspektive gefragt ist. Gleichzeitig sollte man sie nicht mit einem vollständigen klinischen Befundsystem verwechseln. Gerade bei EKGs können Signalqualität, Aufnahmesituation und klinischer Zusammenhang die Aussage stark beeinflussen. Wer diese Grenzen akzeptiert, kann ECG Buddy sinnvoll in den eigenen Ablauf einbauen.

Wie sich ECG Buddy aktuell einordnet

Die App ist kostenlos erhältlich, wobei über Google Play In-App-Käufe von 0,09 € bis 234,99 € möglich sind. Das ist ein wichtiger Punkt, bevor man sie im beruflichen Umfeld regelmäßig einsetzen möchte: Der Einstieg kostet zunächst nichts, aber bei einer intensiveren Nutzung sollte man die möglichen Kosten im Blick behalten. Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 0 Jahren, was die technische Einstufung beschreibt und nicht bedeutet, dass die App für medizinische Entscheidungen durch Laien gedacht ist.

Aktuell liegt ECG Buddy in Version v1.0.9.9 vor. Veröffentlicht wurde die App am 21.08.2024, und sie benötigt mindestens Android 9. Mit über 50.000 Installationen hat sie bereits eine gewisse Sichtbarkeit erreicht, bleibt aber eher ein spezialisiertes Werkzeug als eine allgemein bekannte Gesundheits-App. Diese Einordnung gefällt mir, weil sie die Erwartungen realistischer hält: Hier geht es nicht um Blutdrucktagebuch, Fitnessdaten oder allgemeine Gesundheitsberatung, sondern um die Unterstützung bei der Betrachtung von EKGs.

Die Bedienidee ist am überzeugendsten, wenn man die Analyse als kontrollierten Zwischenschritt versteht. Ein EKG wird nicht einfach dadurch zuverlässig, dass eine KI es betrachtet. Entscheidend ist, ob die Aufnahme sauber ist, ob die Ableitungen korrekt vorliegen und ob die Person vor dem Bildschirm die Ausgabe fachlich einordnen kann. Für mich liegt der Wert deshalb weniger in einem vermeintlich endgültigen Ergebnis als in der Möglichkeit, bestimmte Auffälligkeiten nicht zu übersehen und die eigene Aufmerksamkeit gezielter zu lenken.

Für wen der Ansatz im Alltag sinnvoll ist

Für Ärztinnen und Ärzte kann die App interessant sein, wenn eine zusätzliche maschinelle Einschätzung neben der eigenen Interpretation gewünscht ist. Pflegekräfte und Rettungssanitäter könnten sie dort hilfreich finden, wo ein EKG unter Zeitdruck aufgenommen und für die Übergabe vorbereitet wird. Medizinisch-technische Assistenten profitieren eher in einem Workflow, in dem Aufnahmen geprüft, weitergeleitet oder für die ärztliche Beurteilung vorbereitet werden.

Ein realistisches Beispiel wäre eine Situation im Rettungsdienst: Nach der Aufnahme wird die Kurve nicht nur flüchtig angesehen, sondern zusätzlich durch das Analysewerkzeug laufen gelassen. Die Rückmeldung kann dann als Anlass dienen, die Ableitungen noch einmal sorgfältig zu prüfen und relevante Beobachtungen bei der Übergabe klar anzusprechen. Sie ersetzt weder die Untersuchung noch die Entscheidung über das weitere Vorgehen. Gerade diese Arbeitsteilung ist wichtig: Die App liefert Unterstützung, während die Verantwortung beim qualifizierten Personal bleibt.

Für private Nutzer ohne EKG-Erfahrung würde ich ECG Buddy dagegen nicht empfehlen. Selbst wenn jemand eine Aufnahme von einem kompatiblen Gerät besitzt, fehlt häufig der klinische Kontext, um eine maschinelle Einschätzung richtig zu bewerten. Eine scheinbar beruhigende Ausgabe kann falsche Sicherheit erzeugen, während ein auffälliger Hinweis unnötige Angst auslösen kann. Bei Beschwerden sollte man sich nicht auf eine App verlassen, sondern medizinische Hilfe suchen.

Was sich mit der aktuellen Version verändert einordnen lässt

Die Versionsnummer v1.0.9.9 zeigt, dass sich das Produkt noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet. Ich würde deshalb nicht automatisch von einem vollständig ausgereiften Kliniksystem ausgehen. Die aktuelle Fassung ist eher als ein wachsendes Werkzeug zu betrachten, dessen Nutzen sich mit der praktischen Erfahrung, der Geräteumgebung und dem jeweiligen Arbeitsablauf beurteilen lässt.

Die veröffentlichte Version ist ein konkreter Anhaltspunkt für den derzeitigen Stand, aber kein Versprechen über künftige Funktionen. Gerade bei KI-Anwendungen können spätere Aktualisierungen die Bedienung, die Analyse oder die Darstellung verändern. Für bestehende Nutzer bedeutet das: Nach einem Update sollte man nicht blind davon ausgehen, dass sich der eigene Ablauf exakt gleich verhält. Eine kurze Kontrolle der Eingabeschritte und Ergebnisse gehört zu einem verantwortungsvollen Einsatz.

Was mir an diesem Entwicklungsstand auffällt, ist die klare Spezialisierung. ECG Buddy versucht nicht, viele medizinische Bereiche gleichzeitig abzudecken. Diese Konzentration kann ein Vorteil sein, weil die Anwendung nicht mit unnötigen Gesundheitsfunktionen überladen wirkt. Gleichzeitig bedeutet sie, dass man für Dokumentation, Patientenverwaltung, Verlaufskontrolle oder die eigentliche klinische Kommunikation weiterhin andere Systeme braucht.

Der praktische Ablauf: Wo Aufmerksamkeit wichtiger ist als Geschwindigkeit

Bei einer EKG-App ist die Versuchung groß, möglichst schnell ein Ergebnis zu erhalten. Ich würde aber bewusst einen zusätzlichen Prüfschritt einplanen. Vor der Analyse sollte man kontrollieren, ob die Aufnahme vollständig ist, ob die Kurven plausibel aussehen und ob Bewegungsartefakte oder Kontaktprobleme die Auswertung stören könnten. Eine KI kann ein schlechtes Eingangssignal nicht zuverlässig in eine gute medizinische Grundlage verwandeln.

Ein nützlicher Arbeitsstil ist, zuerst die eigene grobe Einschätzung zu bilden und erst danach die maschinelle Rückmeldung zu betrachten. So verhindert man, dass man sich zu früh von einer automatisch erzeugten Interpretation lenken lässt. Anschließend kann man beide Eindrücke vergleichen: Bestätigt die Analyse einen Verdacht, lenkt sie die Aufmerksamkeit auf einen anderen Bereich oder passt sie nicht zur sichtbaren Kurve? Dieser Vergleich ist aus meiner Sicht wertvoller als das bloße Ablesen eines Ergebnisses.

Ein zweiter, weniger offensichtlicher Vorteil liegt in der Kommunikation. Wenn eine Analyse einen bestimmten Punkt hervorhebt, kann das helfen, bei der Übergabe präziser zu formulieren, worauf die nächste Person achten sollte. Das ist besonders nützlich, wenn mehrere Mitarbeitende nacheinander mit derselben Aufnahme arbeiten. Trotzdem sollte man die automatische Einschätzung nicht als fertigen Befund weiterreichen, sondern als Hinweis, der fachlich überprüft wurde.

Auch für Schulungs- und Übungssituationen kann ein solches Werkzeug interessant sein, sofern eine erfahrene Person den Prozess begleitet. Lernende können ihre erste Einschätzung formulieren und anschließend nachvollziehen, welche Aspekte die Software betont. Das macht die App nicht automatisch zu einer Lernplattform, aber sie kann in einem bestehenden Unterrichts- oder Einarbeitungskontext als Gesprächsanlass dienen. Ohne Betreuung besteht allerdings die Gefahr, dass man die KI als Autorität statt als Hilfsmittel behandelt.

Auswirkungen für Nutzer, die bereits mit ECG Buddy arbeiten

Wer die App schon verwendet, sollte die eigene Nutzung regelmäßig hinterfragen. Der größte Gewinn entsteht nicht unbedingt durch häufiges Öffnen, sondern durch einen klar definierten Platz im Ablauf. Beispielsweise kann man festlegen, dass die Analyse nur nach einer Qualitätskontrolle erfolgt und jede relevante Ausgabe mit dem Original-EKG sowie den Beschwerden und Vitalwerten abgeglichen wird. Dadurch wird die App zu einem festen Prüfschritt statt zu einer spontanen Entscheidungshilfe.

Bestehende Nutzer sollten außerdem darauf achten, welche Rolle die App im Team hat. Wenn eine Person die automatische Rückmeldung berücksichtigt, die nächste aber nichts davon weiß, kann die Kommunikation unklar werden. Besser ist es, deutlich zu kennzeichnen, ob eine KI-Analyse lediglich zusätzlich angesehen oder bereits fachlich geprüft wurde. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verhindert aber Missverständnisse bei Übergaben.

Die kostenlose Verfügbarkeit erleichtert das Ausprobieren, doch die möglichen Käufe machen eine bewusste Kostenkontrolle sinnvoll. In einer privaten Testphase kann man zunächst herausfinden, ob die Bedienung zum eigenen Gerät und Arbeitsablauf passt. Für eine Einrichtung sollte man dagegen vorab klären, wie häufig die Anwendung eingesetzt werden soll und ob die Abrechnung zum vorgesehenen Einsatz passt. Eine App, die technisch gefällt, ist nicht automatisch die wirtschaftlich beste Lösung für ein ganzes Team.

Ein weiterer praktischer Punkt betrifft die Erwartung an die Geschwindigkeit. Eine schnelle automatische Einschätzung ist hilfreich, aber sie darf nicht dazu führen, dass die Sichtprüfung verkürzt wird. Besonders bei unklaren oder widersprüchlichen Ergebnissen würde ich immer die Originalaufnahme erneut betrachten und gegebenenfalls eine erfahrene Person hinzuziehen. Die Stärke der App liegt eher darin, Aufmerksamkeit zu bündeln, nicht darin, schwierige Fälle allein zu lösen.

Wo die Grenzen im Vergleich zu herkömmlichen Alternativen liegen

Im Vergleich zur rein manuellen EKG-Betrachtung bietet ECG Buddy einen zusätzlichen automatisierten Blick. Das kann Zeit sparen und eine zweite Perspektive liefern, vor allem wenn man gerade mehrere Aufgaben parallel bewältigt. Die klassische Interpretation durch geschultes Personal bleibt aber flexibler, weil sie Beschwerden, Vorgeschichte, Untersuchung und Verlauf direkt miteinander verbinden kann. Eine App sieht zunächst nur das, was ihr als verwertbare Aufnahme und Eingabe zur Verfügung steht.

Im Vergleich zu einem vollständigen klinischen EKG- oder Krankenhausinformationssystem ist ECG Buddy vermutlich eher ein ergänzendes Werkzeug als eine zentrale Arbeitsumgebung. Für die Verwaltung von Patienten, Befunden und Verlaufseinträgen braucht man in vielen Einrichtungen weiterhin etablierte Systeme. Wer eine durchgängige Dokumentation, Rollenverwaltung oder institutionelle Einbindung erwartet, sollte seine Anforderungen deshalb genau prüfen, bevor die App einen bestehenden Prozess ersetzen soll.

Auch gegenüber spezialisierten medizinischen Lösungen mit fest etablierten Qualitäts- und Freigabeprozessen muss man nüchtern bleiben. Eine KI-Analyse auf dem Smartphone oder Tablet ist bequem, aber Bequemlichkeit allein sagt nichts über die Eignung für jede klinische Entscheidung aus. Für zeitkritische Situationen mit hoher Verantwortung würde ich ECG Buddy nur innerhalb eines klar geregelten, fachlich überwachten Ablaufs einsetzen. Wenn eine Einrichtung verbindliche Standards, zentrale Archivierung oder formale Validierung verlangt, kann eine andere Lösung besser passen.

Die App ist außerdem nicht die richtige Wahl für Menschen, die eine Diagnose ohne medizinische Kenntnisse suchen. Dafür ist die Kombination aus EKG und KI zu missverständlich. Wer hingegen bereits weiß, wie eine Kurve grundsätzlich beurteilt wird, kann aus der zusätzlichen Perspektive eher einen Nutzen ziehen. Der Unterschied liegt nicht nur in der Technik, sondern in der Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen.

Offene Fragen, die vor einem festen Einsatz geklärt werden sollten

Die erste Frage lautet für mich: Passt ECG Buddy zum verwendeten EKG-Gerät und zum eigenen Übertragungsweg? Bevor man die Anwendung in einen Routineprozess einbaut, sollte man mit einer unkritischen Testaufnahme prüfen, ob die Eingabe sauber funktioniert und ob die Darstellung verständlich bleibt. Ein erfolgreicher Download oder eine installierte App sagt noch nichts über die praktische Kompatibilität im jeweiligen Umfeld aus.

Die zweite Frage betrifft die Verantwortung. Wer prüft die automatische Rückmeldung, wer dokumentiert die endgültige Einschätzung und was passiert bei einem widersprüchlichen Ergebnis? Diese Punkte sollte man im Team festlegen, bevor die App in stressigen Situationen genutzt wird. Ohne klare Zuständigkeit kann ein zusätzliches Werkzeug sogar mehr Unsicherheit erzeugen, weil sich alle auf die jeweils andere Person verlassen.

Drittens lohnt sich ein Blick auf den finanziellen Ablauf. Der Download ist kostenlos, aber die möglichen Google-Play-Käufe reichen von sehr kleinen Beträgen bis zu 234,99 €. Wer die App nur gelegentlich testet, wird das anders bewerten als eine Einrichtung mit regelmäßiger Nutzung durch mehrere Personen. Ich würde deshalb nicht nur den Einstieg, sondern den geplanten Arbeitsumfang betrachten und die Abrechnung vor einer breiten Einführung nachvollziehbar dokumentieren.

Viertens sollte man sich fragen, ob eine automatische Analyse im konkreten Umfeld wirklich einen Vorteil bringt. Wenn bereits ein schneller, gut eingespielter Befundprozess mit direkter fachlicher Kontrolle besteht, kann ECG Buddy eher zusätzliche Arbeit verursachen. Wenn dagegen häufig eine zweite Einschätzung fehlt oder EKGs unter Zeitdruck vorsortiert werden müssen, ist der mögliche Nutzen größer. Die beste Entscheidung hängt also weniger von der KI als von der Lücke im bestehenden Ablauf ab.

Was ich bei der weiteren Entwicklung beobachten würde

Bei einer noch jungen Version würde ich besonders darauf achten, wie transparent die Analyse im Alltag erklärt wird. Für medizinisches Personal ist es wichtig, nicht nur eine Schlussfolgerung zu sehen, sondern die Rückmeldung in Beziehung zur tatsächlichen Kurve setzen zu können. Je verständlicher die Hinweise formuliert und dargestellt sind, desto leichter lässt sich die App kritisch nutzen. Eine undurchsichtige Ausgabe wäre dagegen selbst dann problematisch, wenn sie häufig hilfreich wirkt.

Ebenso relevant ist die Frage, wie stabil der Ablauf mit unterschiedlichen Aufnahmebedingungen bleibt. In der Praxis sind EKGs nicht immer ideal: Patienten bewegen sich, Kontakte sitzen nicht perfekt und die Umgebung ist hektisch. Eine gute Weiterentwicklung müsste deshalb nicht nur möglichst schnell analysieren, sondern auch klar signalisieren, wann die Qualität für eine verlässliche Einschätzung nicht ausreicht. Für mich wäre eine deutliche Warnung in solchen Situationen wichtiger als eine scheinbar präzise Antwort.

Bestehende Nutzer sollten bei Aktualisierungen auf Veränderungen im Analyseablauf, in der Ergebnisdarstellung und bei den Kosten achten. Die Versionsnummer allein erklärt nicht, wie sich eine Änderung auf die tägliche Arbeit auswirkt. Ich würde nach jedem Update zunächst mit bekannten, bereits fachlich beurteilten Aufnahmen prüfen, ob die Bedienung und die Interpretation im eigenen Prozess weiterhin nachvollziehbar sind. Das ist kein Ersatz für eine formale Validierung, aber eine vernünftige praktische Vorsichtsmaßnahme.

Auch die Rolle der App im Team dürfte entscheidend bleiben. Je besser sich die Ergebnisse für eine klare Übergabe nutzen lassen, ohne als fertiger Befund missverstanden zu werden, desto stärker wird der tatsächliche Mehrwert. Eine gute medizinische Assistenz muss nicht jede Entscheidung übernehmen. Sie sollte vor allem helfen, relevante Fragen rechtzeitig zu stellen und die Aufmerksamkeit dort zu bündeln, wo sie gebraucht wird.

Mein Urteil nach der Einordnung

ECG Buddy ist für mich eine interessante Medizin-App mit einem klaren, spezialisierten Ansatz. Die KI-gestützte EKG-Analyse kann Fachpersonal eine zusätzliche Perspektive geben und sich besonders für strukturierte Prüfungen, Übergaben und zeitkritische Vorsortierungen eignen. Der Entwickler ARPI Inc. konzentriert sich dabei auf einen Bereich, in dem ein sinnvoller digitaler Helfer tatsächlich einen Unterschied machen kann.

Ich würde die Anwendung aber nicht als automatische Diagnosemaschine empfehlen. Ihr Wert hängt stark davon ab, wer sie benutzt, wie gut die Aufnahme ist und ob die Rückmeldung mit der klinischen Gesamtsituation abgeglichen wird. Für private Selbstdiagnosen, unklare Beschwerden oder Entscheidungen ohne fachliche Kontrolle ist sie nicht die passende Wahl. Für medizinisch geschulte Nutzer, die ein ergänzendes Werkzeug suchen und dessen Grenzen ernst nehmen, kann sie dagegen einen Platz im Arbeitsablauf verdienen.

Mein konkreter Rat wäre, zunächst mit einem begrenzten, klar definierten Szenario zu beginnen: Aufnahme prüfen, eigene Einschätzung festhalten, Analyse ansehen, Abweichungen fachlich besprechen und erst danach entscheiden, ob die App dauerhaft Zeit spart oder zusätzliche Reibung erzeugt. So zeigt sich schnell, ob ECG Buddy im eigenen Umfeld wirklich unterstützt. Die wichtigste Stärke ist nicht die Automatisierung allein, sondern die Möglichkeit, eine zweite Einschätzung bewusst und verantwortungsvoll in den EKG-Workflow einzubauen.

Vorteile

  • Schnelle KI-Einschätzung von EKG-Aufzeichnungen direkt auf dem Smartphone.
  • Übersichtliche Darstellung erleichtert das Erkennen auffälliger Herzrhythmen.
  • Praktisch zur Dokumentation und Vorbereitung auf ein Arztgespräch.
  • Kann bei kompatiblen EKG-Geräten und Aufzeichnungen flexibel genutzt werden.
  • Nützliches Zusatzwerkzeug für medizinisch interessierte Nutzer und Fachpersonal.

Nachteile

  • Die KI-Analyse ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder professionelle Diagnose.
  • Die Aussagekraft hängt stark von der Qualität der EKG-Aufzeichnung ab.
  • Nicht alle Herzrhythmusstörungen werden zuverlässig erkannt oder bewertet.
  • Datenschutz und Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten sollten geprüft werden.
  • Kompatibilität kann je nach EKG-Gerät
  • Dateiformat und iOS- oder Android-Version variieren.
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Kategorie
Medizin
Version
v1.0.9.9

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ECG Buddy und wofür kann die App verwendet werden?

ECG Buddy | ECG Analysis AI ist eine Anwendung, die Nutzer bei der Betrachtung und möglichen Einordnung von Elektrokardiogrammen unterstützen soll. Je nach Version können ECG-Aufnahmen importiert, analysiert oder verständlich zusammengefasst werden. Die App ist vor allem als Informations- und Orientierungshilfe gedacht. Sie ersetzt jedoch weder eine ärztliche Untersuchung noch eine professionelle Diagnose durch Kardiologen.

Kann ECG Buddy Herzkrankheiten zuverlässig erkennen oder eine Diagnose stellen?

Nein, ECG Buddy sollte nicht als alleinige Grundlage für eine medizinische Diagnose verwendet werden. Eine KI kann bestimmte Muster in einem EKG erkennen und Hinweise liefern, dennoch sind die Ergebnisse von Aufnahmequalität, Datenumfang und individuellen Umständen abhängig. Beschwerden, Vorerkrankungen und die ärztliche Untersuchung müssen immer berücksichtigt werden. Bei Unsicherheit sollte das Ergebnis mit medizinischem Fachpersonal besprochen werden.

Welche EKG-Daten kann ich mit ECG Buddy analysieren?

Welche Formate und Aufnahmemethoden unterstützt werden, hängt von der jeweiligen App-Version und dem verwendeten Gerät ab. Häufig ist die Analyse von hochgeladenen EKG-Bildern, Dokumenten oder exportierten Messdaten vorgesehen. Nutzer sollten vor dem Download prüfen, ob ihr EKG-Gerät, Dateiformat oder ihre Apple- beziehungsweise Android-Version kompatibel ist. Nicht jede Smartphone-Aufnahme ist automatisch ein medizinisch verwertbares EKG.

Ist die Nutzung von ECG Buddy kostenlos oder gibt es kostenpflichtige Funktionen?

Bei Apps zur KI-gestützten Gesundheitsanalyse können neben einer kostenlosen Grundversion auch In-App-Käufe, Abonnements oder Einschränkungen bei der Anzahl der Analysen angeboten werden. Vor der Nutzung sollten Sie die Angaben im Google Play Store oder App Store sowie die Zahlungsbedingungen sorgfältig lesen. Achten Sie besonders auf Testzeiträume, automatische Verlängerungen und darauf, welche Funktionen tatsächlich im kostenlosen Umfang enthalten sind.

Wie sicher und vertraulich sind meine EKG- und Gesundheitsdaten bei ECG Buddy?

Da EKG-Aufnahmen und Gesundheitsinformationen besonders sensible Daten sind, sollten Sie vor der Installation die Datenschutzerklärung und die angeforderten Berechtigungen prüfen. Informieren Sie sich darüber, ob Daten lokal auf dem Gerät verarbeitet, an Server übertragen oder zu Analyse- und Verbesserungszwecken gespeichert werden. Laden Sie nur Aufnahmen hoch, deren Verarbeitung Sie akzeptieren, und vermeiden Sie unnötige persönliche Angaben in Bildern oder Dokumenten.

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