Allianz BonusDrive

Autos & Fahrzeuge

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Wer sein Auto regelmäßig nutzt und dabei nicht nur an Ankunftszeit und Verbrauch denkt, findet in der Allianz BonusDrive einen interessanten Begleiter für den Alltag. Die kostenlose App aus der Kategorie Autos & Fahrzeuge richtet sich an Menschen, die ihren Fahrstil bewusster beobachten und Schritt für Schritt verbessern möchten. Ich sehe sie weniger als klassische Navigations-App und mehr als Werkzeug zur Selbstkontrolle: Sie soll helfen, das eigene Verhalten hinter dem Steuer sichtbar zu machen.

Das klingt zunächst schlicht, ist in der Praxis aber durchaus nützlich. Viele Autofahrer wissen zwar, dass starkes Beschleunigen, hektisches Bremsen oder unruhiges Fahren nicht ideal sind, erkennen ihre persönlichen Gewohnheiten jedoch erst, wenn sie regelmäßig darauf achten. Genau an diesem Punkt setzt BonusDrive an. Die Anwendung stammt von Allianz Deutschland, ist kostenlos erhältlich und wird im Bereich Autos & Fahrzeuge geführt. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 bei rund 34.000 Bewertungen hat sie bereits eine beachtliche Nutzerbasis erreicht.

Ich würde die App vor allem Personen empfehlen, die bereit sind, ihr Fahrverhalten nicht nur einmal aus Neugier anzusehen, sondern über längere Zeit aufmerksam zu verfolgen. Wer dagegen ausschließlich eine Karte, Stauwarnungen oder eine schnelle Routenplanung sucht, ist mit einer spezialisierten Navigations-App besser bedient. BonusDrive verfolgt ein anderes Ziel.

So sieht der sinnvolle Grundablauf im Alltag aus

Der wichtigste Schritt besteht darin, die App nicht als Bewertung nach einer einzelnen Fahrt zu betrachten. Eine kurze Strecke kann durch Baustellen, Parkplatzsuche, dichtes Stadtverkehrsaufkommen oder einen plötzlich bremsenden Vordermann ungewöhnlich wirken. Aussagekräftiger wird das Bild, wenn ich mehrere normale Fahrten miteinander vergleiche. Deshalb würde ich nach der Einrichtung zunächst den üblichen Alltag abbilden: den Weg zur Arbeit, den Einkauf, die Fahrt zu Freunden und gelegentliche längere Strecken.

Diese Vorgehensweise verhindert, dass man sich von einem einzelnen Ergebnis unnötig beeinflussen lässt. Ein guter Fahrstil entsteht nicht dadurch, dass jede Fahrt perfekt aussieht, sondern durch wiederholbare Gewohnheiten. Ich achte beispielsweise darauf, früher vom Gas zu gehen, ausreichend Abstand zu halten und nicht erst im letzten Moment stark zu bremsen. Danach lässt sich besser einschätzen, ob sich diese Änderungen tatsächlich im eigenen Fahrverhalten bemerkbar machen.

Praktisch ist dabei die klare Ausrichtung der App. Sie will nicht gleichzeitig ein vollständiges digitales Auto, ein Tankbuch und ein Navigationssystem sein. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Fahrstils. Das macht die Nutzung überschaubarer, setzt aber auch voraus, dass man die Anwendung mit der richtigen Erwartung öffnet. Wer nach jeder Fahrt eine ausführliche technische Analyse des Fahrzeugs erwartet, könnte enttäuscht sein. Für die persönliche Reflexion ist der Ansatz dagegen angenehm direkt.

Ein realistisches Beispiel ist der tägliche Arbeitsweg. Morgens fährt man vielleicht etwas angespannter, weil man pünktlich sein möchte, während dieselbe Strecke am Nachmittag ruhiger verläuft. Statt nur auf die Ankunftszeit zu achten, kann ich mir angewöhnen, beide Fahrten als Lerngelegenheiten zu sehen. Wenn ich morgens häufig spät beschleunige und anschließend kräftig abbremsen muss, liegt die Verbesserung nicht unbedingt in einer anderen Route, sondern in einem früheren Blick auf den Verkehr.

Gerade solche kleinen Veränderungen machen den Nutzen aus. Die App ersetzt keine Fahrschule und gibt mir auch nicht automatisch die perfekte Lösung für jede Verkehrssituation. Sie kann aber einen Anlass schaffen, das eigene Verhalten bewusster wahrzunehmen. Für Fahranfänger ist das hilfreich, sofern sie die Hinweise nicht als starres Punktesystem verstehen. Erfahrene Fahrer profitieren eher davon, blinde Routinen zu erkennen, die sich über Jahre eingeschlichen haben.

Die erste Nutzung sollte ruhig und realistisch bleiben

Ich würde nicht direkt nach dem ersten Öffnen sämtliche Einstellungen verändern oder versuchen, einen besonders guten Wert zu erzwingen. Besser ist es, zunächst die grundlegende Bedienung kennenzulernen und eine normale Fahrt zu absolvieren. So merkt man, welche Informationen im Alltag verständlich dargestellt werden und an welcher Stelle die eigene Aufmerksamkeit gebraucht wird.

Wichtig ist außerdem, das Smartphone während der Fahrt nicht in der Hand zu bedienen. Die Stärke der App liegt in der späteren Betrachtung des Fahrverhaltens, nicht darin, während des Fahrens ständig auf den Bildschirm zu schauen. Wer sich von einer Anzeige ablenken lässt, verfehlt den eigentlichen Zweck. Ich würde die Auswertung deshalb grundsätzlich erst nach dem Abstellen des Autos ansehen.

Ein weiterer sinnvoller Schritt ist, die eigene Ausgangssituation gedanklich festzuhalten. Fahre ich häufig kurze Strecken? Bin ich überwiegend in der Stadt unterwegs? Habe ich viele Stopps oder fahre ich regelmäßig über Land? Diese Unterschiede beeinflussen das persönliche Fahrprofil. Ein Stadtfahrer kann nicht dieselben Bedingungen erwarten wie jemand, der täglich auf einer freien Landstraße unterwegs ist.

Welche Einstellungen und Gewohnheiten wirklich zählen

Bei einer App zur Fahrstilbeobachtung sind die Einstellungen nicht bloß Nebensache. Ich würde vor allem darauf achten, dass die Anwendung im eigenen Alltag zuverlässig eingesetzt werden kann, ohne jedes Mal unnötige Handgriffe zu verlangen. Eine Funktion, die theoretisch hilfreich ist, aber vor jeder Fahrt manuell vorbereitet werden muss, wird schnell vergessen. Deshalb ist der beste Ablauf derjenige, den man ohne großen Aufwand wiederholen kann.

Vor der ersten regelmäßigen Nutzung lohnt sich ein Blick auf die grundlegenden App-Einstellungen und die Art, wie Fahrten erfasst beziehungsweise anschließend dargestellt werden. Dabei sollte man sich nicht von jeder verfügbaren Option ablenken lassen. Entscheidend ist, dass die Auswertung verständlich bleibt und man nach einigen Fahrten weiß, welche Muster man beobachten möchte. Zu viele gleichzeitig gesetzte Ziele machen die Rückmeldung schnell unübersichtlich.

Ich empfehle, zunächst nur ein oder zwei konkrete Gewohnheiten auszuwählen. Zum Beispiel kann das Ziel lauten, vorausschauender zu bremsen oder Beschleunigungen ruhiger aufzubauen. Wer gleichzeitig Geschwindigkeit, Kurven, Bremsmanöver, Streckenwahl und jede einzelne Abweichung kontrollieren möchte, fährt wahrscheinlich angespannter statt besser. Die nützlichste Einstellung ist oft die, die aus der App eine einfache tägliche Routine macht.

Auch die Gerätebedingungen sollte man ernst nehmen. Eine App, die Fahrten analysiert, ist auf eine passende Nutzung des Smartphones angewiesen. Das Telefon sollte sicher befestigt sein und darf nicht so liegen, dass man während der Fahrt danach greifen muss. Außerdem ist es klug, vor dem Losfahren zu prüfen, ob die App bereit ist und das Gerät ausreichend geladen ist. Das sind keine spektakulären Tipps, verhindern aber genau die Unterbrechungen, die eine regelmäßige Nutzung unzuverlässig machen.

Für Familien oder Personen, die sich ein Fahrzeug teilen, ist ein einheitlicher Ablauf besonders wichtig. Wenn mehrere Menschen dieselbe App oder dasselbe Smartphone verwenden, können Ergebnisse schwerer miteinander vergleichbar sein. Ich würde deshalb möglichst klar trennen, wer welche Fahrt auswertet, und nicht aus einem gemischten Verlauf voreilige Schlüsse ziehen. Die App ist am aussagekräftigsten, wenn die beobachteten Fahrten tatsächlich zur selben Person und zu ähnlichen Alltagssituationen gehören.

Warum die Umgebung die Ergebnisse beeinflusst

Ein defensiver Fahrstil bedeutet nicht, jede Situation künstlich langsam zu bewältigen. In einer engen Innenstadt mit vielen Ampeln, Radfahrern und Fußgängern entstehen zwangsläufig mehr Brems- und Beschleunigungsvorgänge als auf einer ruhigen Strecke. Das sollte man bei der Interpretation berücksichtigen. Ich würde einen schwächeren Wert nach einer schwierigen Fahrt nicht automatisch als persönliches Versagen sehen, sondern prüfen, ob die Verkehrslage dafür eine plausible Erklärung liefert.

Hilfreich ist ein Vergleich ähnlicher Strecken. Der Arbeitsweg am Morgen lässt sich besser mit dem Arbeitsweg an einem anderen Morgen vergleichen als mit einer spontanen Fahrt durch ein unbekanntes Stadtzentrum. So entsteht mit der Zeit eine fairere persönliche Referenz. Diese Art der Nutzung ist anspruchsvoller als ein kurzer Blick auf eine einzelne Bewertung, liefert aber deutlich bessere Erkenntnisse.

Ein nicht offensichtlicher Vorteil dieses Vorgehens ist, dass man dadurch auch die eigene Planung hinterfragt. Wenn ich regelmäßig hektisch fahre, weil ich zu spät losfahre, liegt die Lösung nicht nur im Fahrstil. Ein paar Minuten mehr Zeit können stärker helfen als jede nachträgliche Analyse. BonusDrive kann diesen Zusammenhang sichtbar machen, wenn man die Ergebnisse mit den Umständen der jeweiligen Fahrt verbindet.

Schnellere Muster für eine dauerhaft einfache Nutzung

Erfahrene Nutzer versuchen nicht, jede Fahrt ausführlich zu untersuchen. Sie entwickeln einen kurzen Ablauf, der sich leicht wiederholen lässt. Ich würde beispielsweise nach dem Parken nur wenige Augenblicke für die Auswertung einplanen: Ergebnis ansehen, eine auffällige Situation gedanklich zuordnen und für die nächste Fahrt eine einzige konkrete Änderung festlegen. Danach wird die App geschlossen. Dieser Rhythmus verhindert, dass die Beschäftigung mit den Daten selbst zur zusätzlichen Belastung wird.

Eine zweite hilfreiche Gewohnheit ist, nicht nur auf gute oder schlechte Gesamtwerte zu reagieren. Interessanter sind wiederkehrende Muster. Wenn bei mehreren Fahrten ähnliche Auffälligkeiten auftauchen, lohnt sich die Frage, wann sie entstehen: beim Einfädeln, an Ampeln, bei der Parkplatzsuche oder auf bekannten Kurven. Erst die Verbindung zwischen Anzeige und realer Situation macht aus der Auswertung eine praktische Lernhilfe.

Ich würde außerdem zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Ereignissen unterscheiden. Eine starke Bremsung wegen eines plötzlich auftauchenden Hindernisses ist etwas anderes als eine starke Bremsung, weil man zu spät auf eine rote Ampel reagiert hat. Die App kann einen Anlass zur Prüfung geben, aber die Verantwortung für diese Einordnung bleibt beim Fahrer. Genau hier ist menschliches Urteil wichtiger als ein automatisch erzeugtes Ergebnis.

Ein weiterer schneller Ansatz ist die Vorbereitung vor längeren Fahrten. Wenn ich weiß, dass eine Strecke viele unbekannte Abschnitte, enge Straßen oder wechselnden Verkehr enthält, plane ich mehr Zeit ein und konzentriere mich auf ruhige Entscheidungen statt auf einen möglichst guten Wert. Das klingt selbstverständlich, ist aber ein wichtiger Zielkonflikt: Wer unbedingt eine Bewertung optimieren will, könnte sich in Situationen unnatürlich verhalten. Sicherheit und Aufmerksamkeit müssen immer Vorrang haben.

Für Pendler kann es sinnvoll sein, die App als Wochenroutine zu verwenden. Man muss nicht jede Fahrt ausführlich dokumentieren. Ein kurzer Rückblick nach mehreren ähnlichen Wegen reicht oft, um zu erkennen, ob eine neue Gewohnheit funktioniert. Wenn ich beispielsweise früher vom Gas gehe und dadurch seltener stark bremsen muss, ist das ein konkreter Fortschritt, auch wenn nicht jede Fahrt gleich aussieht.

Bei kurzen Fahrten sehe ich dagegen einen praktischen Nachteil. Wenn man nur wenige Minuten unterwegs ist, kann die Auswertung weniger aussagekräftig wirken, weil schon eine einzelne Verkehrssituation einen großen Einfluss hat. Wer fast ausschließlich solche Kurzstrecken fährt, sollte die Ergebnisse mit besonderer Zurückhaltung lesen. Die App kann trotzdem als Denkanstoß dienen, aber nicht jede einzelne Fahrt verdient eine ausführliche Interpretation.

Was im Vergleich zu üblichen Alternativen anders ist

Eine Navigations-App hilft mir hauptsächlich dabei, von A nach B zu kommen. Ein Bordcomputer zeigt häufig Verbrauchs- oder Fahrzeugdaten an. Ein Fahrtenbuch konzentriert sich auf Strecke, Zweck oder Kosten. BonusDrive liegt dazwischen, setzt aber einen anderen Schwerpunkt: Nicht die Route und nicht das Auto als technisches Objekt stehen im Mittelpunkt, sondern mein Verhalten hinter dem Steuer.

Das ist ihre klare Stärke. Ich muss nicht erst aus mehreren Anzeigen selbst ableiten, ob ich zu hektisch fahre. Die App lenkt die Aufmerksamkeit auf die Fahrweise und macht daraus eine wiederkehrende Reflexion. Wer bereits ein modernes Fahrzeug mit umfangreicher Fahranalyse besitzt, findet möglicherweise viele ähnliche Informationen direkt im Auto. Dann ist der zusätzliche Nutzen geringer, besonders wenn man die Fahrzeugdaten ohnehin regelmäßig auswertet.

Umgekehrt ist BonusDrive für Menschen interessant, deren Auto nur wenige Rückmeldungen liefert. Sie bekommen dadurch einen zusätzlichen Anlass, sich mit dem eigenen Fahren auseinanderzusetzen, ohne ein neues Fahrzeug oder ein spezielles Zusatzgerät anschaffen zu müssen. Der Preis von kostenlos senkt die Einstiegshürde deutlich. Trotzdem sollte man die Anwendung nicht mit einer professionellen Telematiklösung verwechseln. Für eine tiefgehende technische Analyse oder eine vollständige Fahrzeugdiagnose ist sie nicht gedacht.

Grenzen, Datenschutzgefühl und Situationen zum Überspringen

Die größte Grenze liegt für mich in der Interpretation. Eine automatisch bewertete Fahrt kann nie alle Umstände kennen. Baustellen, schlechte Sicht, unübersichtliche Kreuzungen oder das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer beeinflussen die Fahrt. Wer jede Abweichung persönlich nimmt, wird schnell frustriert. Die sinnvollere Haltung lautet: Die App liefert Hinweise, ich entscheide, was davon für meine nächste Fahrt relevant ist.

Auch Menschen, die während des Fahrens ohnehin sehr angespannt sind, sollten vorsichtig mit dem Ansatz umgehen. Wenn die Auswertung dazu führt, dass man ständig über eine mögliche Bewertung nachdenkt, kann der Nutzen ins Gegenteil kippen. In diesem Fall würde ich die App nur gelegentlich verwenden oder ganz darauf verzichten. Ein ruhiger, aufmerksamer Fahrer ist wichtiger als ein möglichst gleichmäßiges Ergebnis.

Wer häufig beruflich fährt und dabei viele unterschiedliche Fahrzeuge nutzt, muss ebenfalls prüfen, ob die Anwendung zum eigenen Ablauf passt. Ein wechselnder Fuhrpark, verschiedene Smartphones oder ständig neue Strecken erschweren den persönlichen Vergleich. Für diese Nutzer kann ein einfaches manuelles Fahrtenbuch oder die vorhandene Fahrzeugtechnik praktischer sein. BonusDrive spielt seine Stärke eher bei regelmäßigen privaten Fahrten mit wiederkehrenden Mustern aus.

Die Altersfreigabe liegt bei USK ab null Jahren. Das sagt vor allem etwas über die formale Einstufung aus, nicht darüber, dass die App für jedes Alter oder jede Fahrsituation automatisch sinnvoll ist. Entscheidend ist, dass die Person am Steuer die nötige Reife besitzt, Rückmeldungen vernünftig einzuordnen und das Telefon nicht während der Fahrt zu bedienen.

Ein weiterer Punkt ist die Erwartung an den Funktionsumfang. Die App wurde am 26. April 2016 veröffentlicht und liegt aktuell in Version 5.4.0 vor. Diese Angaben zeigen, dass sie kein kurzfristiges Experiment ist, sollten aber nicht als Versprechen verstanden werden, dass jede moderne Fahrzeug- oder Smartphone-Funktion unterstützt wird. Ich würde vor der regelmäßigen Nutzung prüfen, ob das eigene Gerät mindestens iOS 11 oder eine entsprechend passende Systemumgebung verwendet und ob der persönliche Alltag mit dem vorgesehenen Ablauf harmoniert.

Die Verbreitung ist solide: Die Anwendung kommt auf mehr als 100.000 Installationen und rund 8.800 Rezensionen. Das spricht dafür, dass sie nicht nur von einer sehr kleinen Testgruppe genutzt wird. Trotzdem bleibt die persönliche Erfahrung abhängig von Gerät, Fahrzeug, Strecke und eigener Konsequenz. Eine große Nutzerzahl ersetzt nicht den Blick darauf, ob die App zu den eigenen Gewohnheiten passt.

Wann eine andere Lösung besser passt

Wenn ich vor allem Navigation, Live-Verkehr oder eine zuverlässige Parkplatzsuche brauche, würde ich eine dafür entwickelte App wählen. Wenn es mir um Kraftstoffkosten, Wartungsintervalle oder Kilometerstände geht, ist ein Fahrtenbuch oder die Fahrzeug-App meist passender. Und wenn ich bereits ein Auto mit detaillierter Fahranalyse besitze, kann die integrierte Lösung bequemer sein, weil sie näher an den Fahrzeugsensoren arbeitet.

BonusDrive ist dann die bessere Wahl, wenn das Ziel klar auf der persönlichen Verbesserung liegt und ich bereit bin, aus den Rückmeldungen eigene Maßnahmen abzuleiten. Sie ist kein Ersatz für Aufmerksamkeit, Erfahrung oder eine sichere Fahrweise. Ihr Wert entsteht erst durch die Verbindung aus wiederholter Nutzung, ehrlicher Selbstbeobachtung und realistischen Erwartungen.

Mein Urteil nach dem praktischen Blick auf die Nutzung

Ich mag den klaren Zweck der Allianz BonusDrive. Die App versucht nicht, jedes Thema rund ums Auto abzudecken, sondern konzentriert sich auf den Fahrstil. Dadurch kann sie im Alltag einen echten Nutzen haben, besonders für Pendler, Fahranfänger und Menschen, die sich angewöhnen möchten, ruhiger und vorausschauender zu fahren. Die kostenlose Nutzung macht es leicht, den Ansatz ohne finanzielles Risiko auszuprobieren.

Meine Empfehlung lautet allerdings, die Anwendung nicht als strenge Richterin zu behandeln. Ein Ergebnis ist ein Hinweis, keine vollständige Beschreibung der Verkehrssituation. Wer diese Unterscheidung versteht, kann aus wiederkehrenden Mustern viel lernen: früher reagieren, mehr Abstand lassen, unnötige Hektik vermeiden und die eigene Zeitplanung verbessern. Das sind Veränderungen, die auch unabhängig von der App einen praktischen Effekt haben.

Für mich ist die beste Nutzung eine kurze, feste Routine. Ich richte die App passend zum eigenen Alltag ein, lasse mehrere normale Fahrten zusammenkommen, prüfe die Rückmeldungen erst nach dem Parken und arbeite jeweils nur an einer Gewohnheit. So bleibt der Aufwand klein und die Beobachtung aussagekräftig. Wer dagegen eine umfassende Autozentrale, eine Navigation oder eine technische Diagnose erwartet, sollte sich nach einer anderen Lösung umsehen.

Unterm Strich ist Allianz BonusDrive eine fokussierte kostenlose Auto-App mit einem vernünftigen Lernansatz. Sie kann keine schwierigen Verkehrssituationen erklären und sollte niemals dazu verleiten, während der Fahrt auf das Smartphone zu schauen. Als regelmäßiger Spiegel für das eigene Verhalten ist sie aber überzeugend genug, um sie auszuprobieren. Für mich lohnt sie sich besonders dann, wenn aus der Auswertung eine konkrete, sichere Gewohnheit entsteht.

Vorteile

  • Belohnungen motivieren zu einer vorausschauenden und sicheren Fahrweise.
  • Die App bietet eine übersichtliche Auswertung des persönlichen Fahrverhaltens.
  • Fahrdaten lassen sich bequem direkt auf dem Smartphone einsehen.
  • Die Teilnahme kann sich für Allianz-Kunden finanziell lohnen.
  • Die Anwendung unterstützt dabei
  • eigene Fahrgewohnheiten langfristig zu verbessern.

Nachteile

  • Für die Nutzung ist ein kompatibler Allianz-Vertrag erforderlich.
  • Die dauerhafte Standort- und Sensorfreigabe kann den Akku stärker belasten.
  • Ungenaue GPS-Daten können gelegentlich zu fragwürdigen Bewertungen führen.
  • Häufige Smartphone-Wechsel können die Einrichtung und Datenerfassung erschweren.
  • Datenschutzbewusste Nutzer könnten die kontinuierliche Fahrdatenerfassung kritisch sehen.
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Häufig gestellte Fragen

Was ist Allianz BonusDrive und wie funktioniert die App?

Allianz BonusDrive ist eine Telematik-App, die das Fahrverhalten während Autofahrten analysiert und dafür unter bestimmten Voraussetzungen eine Bewertung erstellt. Je nach Allianz-Vertrag können sich daraus Vorteile oder ein Bonus ergeben. Die App nutzt dafür unter anderem Standort- und Bewegungsdaten sowie Informationen zu Beschleunigung, Bremsmanövern und Kurvenfahrten. Vor der Nutzung sollten Versicherte prüfen, ob ihr Vertrag BonusDrive unterstützt und welche Bedingungen gelten.

Welche Daten sammelt Allianz BonusDrive während der Fahrt?

Während der Fahrt kann Allianz BonusDrive verschiedene Daten erfassen, die zur Bewertung des Fahrstils benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise GPS- beziehungsweise Standortinformationen, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Bremsvorgänge und Kurvenverhalten. Je nach technischer Umsetzung können zusätzlich Geräte- oder Nutzungsdaten verarbeitet werden. Vor dem Start sollten Nutzer die Datenschutzerklärung und Einwilligungen aufmerksam lesen, da Umfang und Speicherdauer der Daten vom Vertrag und der jeweiligen App-Version abhängen können.

Benötige ich einen speziellen Allianz-Vertrag oder ein bestimmtes Gerät?

Die Nutzung von Allianz BonusDrive ist in der Regel an bestimmte Allianz-Kfz-Versicherungen oder BonusDrive-Tarife gebunden. Nicht jeder Versicherte kann die App automatisch verwenden. Außerdem benötigt man ein kompatibles Android- oder iOS-Smartphone mit aktivierten Standortdiensten, ausreichendem Akku und den erforderlichen App-Berechtigungen. Ob das eigene Fahrzeug, der Vertrag und das Smartphone unterstützt werden, sollte vor dem Download in den aktuellen Teilnahmebedingungen überprüft werden.

Wie genau erkennt die App meine Fahrten und mein Fahrverhalten?

Die App verwendet Sensoren und Standortdaten des Smartphones, um Fahrten zu erkennen und verschiedene Fahrsituationen zu bewerten. In der Praxis können Faktoren wie schlechte GPS-Abdeckung, ein ungünstiger Einbauort des Smartphones, deaktivierte Berechtigungen oder ein leerer Akku die Aufzeichnung beeinflussen. Das Telefon sollte während der Fahrt sicher befestigt sein und möglichst nicht bedient werden. Die Bewertung ist daher eine technische Einschätzung und nicht mit einer manuellen Einzelprüfung jeder Situation gleichzusetzen.

Beeinflusst Allianz BonusDrive den Smartphone-Akku und meine Privatsphäre?

Da Allianz BonusDrive während der Fahrt Standort- und Bewegungssensoren verwendet, kann die App den Akku stärker beanspruchen als eine gewöhnliche Informations-App. Der Verbrauch hängt unter anderem von Fahrtdauer, Smartphone-Modell und aktivierten Diensten ab. Auch der Datenschutz ist wichtig: Nutzer sollten Berechtigungen, Datenverarbeitung, Widerrufsmöglichkeiten und Vertragsbedingungen prüfen. Wer Standortfreigaben oder notwendige Sensorzugriffe deaktiviert, muss damit rechnen, dass Fahrten nicht vollständig erfasst oder bewertet werden.

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